Katastrophen im Doppelpack: Bergbaukonzern Nornickel verursacht erneut massive Umweltverschmutzung in Sibirien

 Nornickel: Größter Arbeitgeber und Umweltzerstörer Nordrusslands | Bild (Ausschnitt): © Hans Olav Lien [CC-BY-SA 3.0] - Wikimedia

Der zweite Skandal in einem Monat: Nachdem erst Anfang Juni bekannt geworden ist, dass der russische Bergbaukonzern Nornickel über mehrere Tage ein Leck an einem Öltank über mehrere Tage verschwieg, wodurch 21.000 Tonnen Rohöl in den Ambanarja Fluss gelangten, ist nun ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie giftiges Produktionsabwasser in die umliegende Natur gepumpt wird.

Der Konzern erklärte daraufhin, die verantwortlichen Mitarbeiter*innen für den Umweltschaden bereits suspendiert zu haben und gab an, dass deren Verhalten gegen die operationellen Richtlinien des Unternehmens verstoßen würden.   ... →

Ölpest im Nigerdelta – Höchstes britisches Gericht entscheidet über Haftbarkeit von Öl-Multi Shell

Umweltzerstörung durch Ölförderung im Nigerdelta  Bild (Ausschnitt): © n.v. [Public Domain] - Wikimedia

Für über 40.000 Bewohner*innen der Ogale und Bille Gemeinschaften im Nigerdelta könnte der nächste Dienstag die verspätete Gerechtigkeit bringen, für die Sie seit Jahrzehnten kämpfen. Denn dann wird die Frage der Haftbarkeit Shells für anhaltende Ölverpestung und bisher ausgebliebene Aufräumarbeiten letztinstanzlich vor dem britischen Supreme Court entschieden. Die zentrale Frage, über die die Verfassungshüter zu entscheiden haben, ist, ob Shell für die Aktivitäten ihrer Tochterunternehmen in der Region verantwortlich ist und Schadensersatz für deren Säumnisse zahlen muss.   ... →

Stimmen deutscher NROs zur Hauptversammlung der Deutschen Bank

Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank versammelten sich vergangenen Donnerstag wie jedes Jahr zahlreiche Nichtregierunsgorganisationen (NRO), um auf den ausbleibenden Kulturwandel der Deutschen Bank hinzuweisen und die Aktionäre der Bank über diverse Kritikpunkte aufzuklären. Am Nachmittag konfrontierten sie den Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank direkt mit ihren Anliegen und Forderungen.

Thomas Küchenmeister von Facing Finance wies auf die Finanzbeziehungen der Deutschen Bank zu Rohstoffunternehmen wie dem Schweizer Bergbaukonzern Glencore hin, dem in Südamerika in zahlreichen Fällen eine Beteiligung an Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wird.   ... →

Einladung zum Pressefrühstück zum Thema Rohstoff-Abbau: Facing Finance und Misereor kritisieren deutsche Banken

Einen Tag vor der Aktionärsversammlung der Deutschen Bank veröffentlichen Facing Finance und Misereor eine Studie mit dem Titel “Fragwürdige Unternehmenstätigkeiten des Schweizer Bergbauriesen Glencore und die Verantwortung deutscher Banken“. Der Studie zufolge stellten deutsche Banken in den vergangenen vier Jahren fast acht Milliarden Euro für den drittgrößten Bergbaukonzern der Welt bereit, obwohl dem Unternehmen in Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Peru und der DR Kongo gravierende Delikte wie zum Beispiel Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverletzungen, Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung, Korruption und Steuervermeidung vorgeworfen werden.   ... →

Presse-Statement: Transparenz und Nachhaltigkeit motivieren zum Bankenwechsel

(Berlin/Bremen) 13.09.2016 – Ab dem 18. September 2016 müssen Banken ihre Kunden beim Kontowechsel unterstützen- so sieht es das neue Zahlungskontengesetz vor. Eine heute von der Triodos Bank veröffentlichte Forsa-Umfrage zeigt: Vielen Menschen in Deutschland ist es demnach wichtig, dass ihre Bank transparent und nachhaltig handelt. Ignoriert ein Kreditinstitut soziale und ökologische Belange, steigt laut der Umfrage die Wechselbereitschaft der Kunden.   ... →

Norwegischer Pensionsfonds: Ausschluss 6 weiterer Unternehmen empfohlen

Der Ethikbeirat des norwegischen Pensionsfonds (Government Pension Fund Global), einem der größten Investoren weltweit, hat hinsichtlich sechs weiterer Unternehmen den Ausschluss aus dem Portfolio empfohlen.

In seinem Jahresbericht 2014 wie auch auf der Webseite des Ethikbeirats werden im Einzelnen die folgenden Unternehmen genannt:

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