Ölkatastrophe in Sibirien: Auch westliche Investoren finanzieren Nornickel

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Die 21.000 Tonnen Diesel und Chemikalien des russischen Bergbauunternehmens Nornickel, die seit Ende Mai in den Abajarna Fluss gelangten, werden Flora und Fauna in der Polarregion noch Jahrzehnte beeinträchtigen. Umweltschützer*innen prognostizieren Auswirkungen vergleichbar mit der Tankerkatastrophe der „Exxon Valdez“ 1989 vor Alaska, die bis heute messbare Umweltschäden mit sich gezogen hat. Die von Aufräumarbeitern bis Sonntag entfernten 330 Tonnen Diesel zeugen von den enormen ökologischen und finanziellen Kosten, die der über Tage verschwiegene Unfall mit sich bringen wird.   ... →

Pressemitteilung: Neue Technologien und alte Probleme? Faire Rohstoffe für grüne Technologien und was Investoren dafür tun müssen

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  • Grüne Technologien sind in ihrer Herstellung stark auf Rohstoffe angewiesen, deren Abbau häufig mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung im Zusammenhang steht.
  • Weder der Gesetzgeber, noch die Hersteller grüner Technologien ergreifen bislang ausreichend Maßnahmen, um diese negativen Auswirkungen entlang der Lieferkette zu verringern oder zu vermeiden.
  • Auch Finanzinstitute müssen Verantwortung übernehmen indem sie (1) grüne Technologien umfassender finanzieren und (2) Hersteller und Projektbetreiber zur Umsetzung ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette verpflichten.
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Anglo American – Geplanter Ausbau der Minas-Rio Mine trotz undichter Pipeline

 Minas Rio Mine. Google Earth Image.  | Bild (Ausschnitt): © Google Earth - Google Earth

Der im Mai 2018 veröffentlichte Dirty Profits 6 Bericht dokumentiert Verstöße von Bergbauunternehmen gegen Umweltauflagen, Arbeits- und Menschenrechte. Ein dort angeführter Fall von Umweltverschmutzung betrifft den Bergbau- und Rohstoffverarbeitungskonzern Anglo American. So ereigneten sich im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais im März 2018 zwei Vorfälle, bei denen Lecks in der Eisenerz-Pipeline von Anglo American zu weitreichenden Umweltverschmutzungen führten.   ... →

Zulieferer von H&M, Zara, Levis wegen starker Umweltverschmutzung in der Kritik

 Mit Öl verschmutztes Wasser. | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Die jüngste Veröffentlichung der niederländischen Stiftung Changing Markets zeigt die immensen Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch den weltweit größten Viskose-Produzenten Aditya Birla aus Indien auf, der Zulieferer für Modeunternehmen wie H&M, Zara und Levis ist. Durch verschmutzte Abwässer und Unfälle soll es laut der Stiftung zu mehreren Fällen von Krebs, Tuberkulose sowie Fehlgeburten und sogar zum Tod gekommen sein.   ... →

Glencore wegen Polizeigewalt gegen Umweltaktivisten angeklagt

 Die Tintaya-Mine bei Cuzco, Peru. | Bild (Ausschnitt): © Grullab [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia

 

Glencore steht mal wieder vor Gericht. In London geht es dieses Mal um die gewaltsame Unterdrückung des Protestes gegen die Tintaya-Mine in Peru.

Der Betreiber Xstrata, seinerzeit noch ein selbständiges Unternehmen, aber 2013 im Zuge einer Fusion von Glencore übernommen, habe im Jahr 2012 Sicherheitskräfte angewiesen, die Proteste gegen die massive Umweltverschmutzung durch die Mine mit möglichst großer Brutalität niederzuschlagen, so die Vorwürfe.   ... →

Nestle und Unilever unter den größten Verschmutzern der Meere

 Beispielbild: ein von Plastikmüll verschmutzer Strand in Ägypten | Bild (Ausschnitt): © Vberger [Public Domain] - Wikimedia

Laut eines Berichts von n-tv haben Greenpeace-Aktivist*innen an einem philippinischen Strand eine Woche lang mehr als 50 000 Plastikmüllteile eingesammelt und den verursachenden Konzernen zugeordnet. Dabei stellte sich heraus, dass 17 % der Tüten- und Flaschenreste von Nestlé-Produkten stammen und 10 % von Unilever.

Diese Müllmengen würden v. a. dadurch verursacht, dass die Großkonzerne auf den stark von Armut betroffenen Philippinen ihre Produkte wie Instantkaffee, Shampoo, Öl oder Zahnpasta zunehmend in Kleinstverpackungen, den sogenannten Sachets, verkauften.   ... →