Internationale Lieferketten: Verdacht auf zehntausende Uigur*innen in Zwangsarbeit

 Protest für die Uigur Minderheit in Berlin. | Bild (Ausschnitt): ©  langkawi [CC BY 2.0] - flickr

Willkürliche Massenverhaftungen, gravierender körperlicher und seelischer Missbrauch, Zwangsarbeit, religiöse Verfolgung, politische Indoktrination, Zwangssterilisierung: die Liste an systematischen Menschenrechtsverletzungen, die China im Umgang mit den Uigur*innen vorgeworfen werden, ist nichts für schwache Nerven.

Letzte Woche veröffentlichte die Coalition to End Forced Labour eine Warnung, dass nahezu jede große Bekleidungsmarke und jeder Baumwollhändler aufgrund ihrer Lieferketten in Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang, einer überwiegend von der muslimischen Minderheit der Uigur*innen besiedelten Region im Nordwesten Chinas, verwickelt sein könnte.   ... →

UN – Vertragsentwurf über die menschenrechtliche Verantwortung transnationaler Unternehmen

Über ein internationales Abkommen, das die menschenrechtliche Verpflichtung transnationaler Unternehmen verbindlich regelt, wird im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen schon seit 2014 verhandelt. Der Verhandlungsprozess ist langwierig, dennoch zeichnen sich in dem im Juli 2018 veröffentlichten Vertragsentwurf grundlegende Veränderungen im Bereich der menschenrechtlichen Verantwortung transnationaler Unternehmen ab.

Ein international verbindlicher Vertrag, auf Grundlage dessen Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen, insbesondere in Entwicklungsländern, effektiv zur Verantwortung gezogen werden können, wurde von diversen zivilgesellschaftlichen Organisationen immer wieder gefordert.   ... →