Schlechte Bedingungen für Arbeiter*innen der globalen Schuhindustrie

2014 wurden weltweit mehr als 24 Milliarden Schuhe produziert – zum Teil unter prekären Arbeitsbedingungen in den Schuhfabriken und Zulieferbetrieben, wie zwei im Juni 2016 veröffentlichte Berichte aufzeigen.

In dem Bericht “Trampling Workers Rights Underfoot” hat die Kampagne Change Your Shoes (CYS) untersucht, inwieweit global agierende Schuhunternehmen die Einhaltung der Menschenrechte in ihren Lieferketten sicherstellen. Dabei wurden Stellungnahmen und Dokumente von 28 Unternehmen, die in Europa stark vertreten sind, beurteilt, darunter Deichmann, Ecco, Mango, Adidas und Birkenstock.   ... →

Banking without Principles?! – Finanzhäuser schneiden in BankTrack Studie schlecht ab

Die Organisation BankTrack hat im Juni 2016 zum zweiten Mal die Studie „Banking with Principles? – Benchmarking Banks against the UN Guiding Principles on Business and Human Rights“ herausgegeben. Anhand von 12 Kriterien in vier Kategorien (‚Richtlinien‘, ‚Engagement für Sorgfaltspflichten‘, ‚Berichterstattung‘ und ‚Zugang zu Rechtsschutz‘, die auf den UN Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte beruhen, bewertete BankTrack die Aktivitäten der 45 größten Banken weltweit, darunter die Commerzbank und die Deutsche Bank.   ... →

Unternehmen befeuern Menschenrechts-verletzungen im Westjordanland

Nahal Rabba Steimnbruch des deutschen Unternehmens HeidelbergCement © 2015 Private/HRW | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Die Siedlungspolitik der israelischen Regierung in den besetzten Gebieten im Westjordanland ist medial häufig im Fokus und erzeugt immer wieder Entrüstung und wird von der internationalen Gemeinschaft als völkerrechtswidrig abgelehnt. Nun hat Human Rights Watch in einem neuen Bericht aufgezeigt, in welcher Form global agierende Unternehmen und Finanzinstitute nicht nur von den begangenen Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten profitieren, sondern auch zu Erhaltung und Ausbau der Siedlungspolitik beitragen.   ... →

Britische Teeproduktion in Indien: Die einen trinken Tee, die anderen werden ausgebeutet

Im September veröffentlichte der britische Nachrichtensender BBC in Kooperation mit Radio 4 eine Reportage über erschreckende Arbeits- und Wohnbedingungen indischer Arbeiter auf Teeplantagen, die für Großbritanniens größte Teemarken produzieren.
Obwohl die Plantagenbetreiber in Indien per Gesetz verpflichtet sind, angemessene Häuser und Sanitäranlagen als Teil des Lohns bereitzustellen, fanden die Reporter erschreckende Zustände auf Teeplantagen im indischen Assam: baufällige Häuser, keine Elektrizität, defekte oder versperrte Toiletten, überlaufendes Abwasser – die Bilder der Reporter, geschossen unter anderem auf Plantagen des weltweit größten Teeproduzent McLeod Russel und Zulieferer für PG Tips, Liptons, Tetley und Twinings, zeugen von menschenunwürdigen Lebensbedingungen.   ... →

Nestlé: Sklavenarbeit für Katzenfutter

Erneut ist die moderne Sklavenarbeit in den Schlagzeilen. Nachdem letzte Woche bereits eine Sammelklage gegen die Supermarktkette Costcos wegen wissentlichen Sklavenhaltung bei ihren Zulieferern eingereicht wurde, sieht sich jetzt auch der Schweizer Konzern Nestlé mit Vorwürfen konfrontiert, Sklavenarbeit als Teil seiner Lieferkette für das Katzenfutter „Fancy Feast“ zu dulden.

Über die Hintergründe der nun erhobenen Klage berichtete bereits der US-amerikanische Regierungsbericht zur Menschenrechtslage in Thailand (2014).   ... →

Norwegischer Pensionsfonds: Ausschluss 6 weiterer Unternehmen empfohlen

Der Ethikbeirat des norwegischen Pensionsfonds (Government Pension Fund Global), einem der größten Investoren weltweit, hat hinsichtlich sechs weiterer Unternehmen den Ausschluss aus dem Portfolio empfohlen.

In seinem Jahresbericht 2014 wie auch auf der Webseite des Ethikbeirats werden im Einzelnen die folgenden Unternehmen genannt:

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