Internationale Lieferketten: Verdacht auf zehntausende Uigur*innen in Zwangsarbeit

 Protest für die Uigur Minderheit in Berlin. | Bild (Ausschnitt): ©  langkawi [CC BY 2.0] - flickr

Willkürliche Massenverhaftungen, gravierender körperlicher und seelischer Missbrauch, Zwangsarbeit, religiöse Verfolgung, politische Indoktrination, Zwangssterilisierung: die Liste an systematischen Menschenrechtsverletzungen, die China im Umgang mit den Uigur*innen vorgeworfen werden, ist nichts für schwache Nerven.

Letzte Woche veröffentlichte die Coalition to End Forced Labour eine Warnung, dass nahezu jede große Bekleidungsmarke und jeder Baumwollhändler aufgrund ihrer Lieferketten in Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang, einer überwiegend von der muslimischen Minderheit der Uigur*innen besiedelten Region im Nordwesten Chinas, verwickelt sein könnte.   ... →

Lieferkettengesetz: stehen vorbildliche deutsche Unternehmen bald mit beiden Beinen im Gefängnis?

  Bild (Ausschnitt): © ILO Asia-Pacific [Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 IGO License] - flickr

BDA: „Außerordentlich vorbildliche deutsche Unternehmen brauchen kein Lieferkettengesetz.“

Mit beiden Beinen im Gefängnis, oder außerordentlich vorbildlich? Ja, was denn nun?

Der Präsident und der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) scheinen sich nicht ganz einig zu sein, wie es um die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang der Lieferkette deutscher Unternehmen bestellt ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!   ... →

Deutsche Unternehmen unterstützen eine gesetzliche Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt

  Bild (Ausschnitt): © Screenshot des Statements für eine gesetzliche Regelung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten mit allen Unterzeichnern (stand: 9.12.19).

42 deutsche Unternehmen und eine Investoren-Arbeitsgruppe haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der sie sich für eine gesetzliche Regelung zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten einsetzen. Die Unterzeichner sind sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch große multinationale Konzerne wie Hapag-Lloyd, Nestlé Deutschland, Ritter Sport, Tchibo und Vaude.

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) zur Umsetzung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte setzt die Bundesregierung bei der Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bisher auf Freiwilligkeit.   ... →

Tödliche Proteste führen zur Schließung von Vedantas Kupferhütte in Südindien

Die vom britischen Unternehmen Vedanta Resources Vedanta Resources betriebene Kupferhütte bei Tuticorin, einer südindische Stadt mit 320.000 Einwohnern, steht bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Kritik, in den umliegenden Dörfern erhöhte Krebsraten zu verursachen. Nisha Valderas, eine Anwohnerin, beschreibt die Situation eindrücklich: „Wenn du zum Arzt gehst, ist die erste Frage: Bist du von Tuticorin?“.   ... →

Einladung zum Pressefrühstück zum Thema Rohstoff-Abbau: Facing Finance und Misereor kritisieren deutsche Banken

Einen Tag vor der Aktionärsversammlung der Deutschen Bank veröffentlichen Facing Finance und Misereor eine Studie mit dem Titel “Fragwürdige Unternehmenstätigkeiten des Schweizer Bergbauriesen Glencore und die Verantwortung deutscher Banken“. Der Studie zufolge stellten deutsche Banken in den vergangenen vier Jahren fast acht Milliarden Euro für den drittgrößten Bergbaukonzern der Welt bereit, obwohl dem Unternehmen in Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Peru und der DR Kongo gravierende Delikte wie zum Beispiel Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverletzungen, Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung, Korruption und Steuervermeidung vorgeworfen werden.   ... →

Schwere Arbeitsrechtsverletzungen in der thailändischen Hühnerproduktion

Die vier größten Produzenten für Masthühner in Thailand, „Charoen Pokphand Foods PCL“, „Laemthong Corporation Group“, „Centaco Group“ und „Saha Farms Group“, verletzen Arbeitsrechte in ihren Produktionsstätten, insbesondere die von Wanderarbeitern.

In einer 2015 durchgeführten Studie von Finnwatch wurden sechs große Fabriken in sechs thailändischen Provinzen untersucht. Dem daraus entstandenen Bericht zufolge wurden vielen Arbeitnehmern in den ausgewählten Fabriken hohe Vermittlungsgebühren berechnet, die sie durch ihre Löhne zurückzahlen mussten.   ... →