Okkupiert, Annektiert und Profitiert (2019)

Wie internationale Unternehmen und deutsche Finanzinstitute von völkerrechtswidrigen Handlungen in besetzten und annektierten Gebieten profitieren und diese fördern

  • Deutsche Banken unterhalten Finanzbeziehungen zu Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind, in einer Größenordnung von 44 Mrd. €
  • Unternehmen und Banken vernachlässigen ihre menschenrechtliche Aufsichtspflicht und laufen Gefahr sich an völkerrechtswidrigen Siedlungsaktivitäten, Zerstörung von Infrastruktur oder der Ausbeutung von Ressourcen in besetzten und annektierten Gebieten zu beteiligen und davon zu profitieren
  • Allein auf die Deutsche Bank entfallen 45% dieser Finanzbeziehungen, auch die KfW ist betroffen
  • Nur wenige Banken schließen Finanzbeziehungen zu Unternehmen strikt aus, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind
  • Auch deutsche Konzerne wie Siemens, HeidelbergCement und DHL fallen in der Studie negativ auf

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.   ... →

Wie Turbinen von Siemens auf der Krim landen konnten

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siemens_M%C3%BCnchen_Hofmannstr.jpg  Bild (Ausschnitt): © Rufus46 [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Der deutsche Konzern Siemens soll EU-Sanktionen missachtet und geltendes Völkerrecht gebrochen haben. Der Anfang dieses Monats bekannt gewordene Vorwurf lautet: Siemens liefert Gasturbinen auf die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel Krim.

Wirtschaftliche Aktivitäten auf besetzten Territorien sind völkerrechtswidrig

Die Krim wurde im März 2014 im Laufe des Ukraine-Konflikts und nach der Durchführung eines umstrittenen Referendums durch Russland annektiert, was die Vereinten Nationen (VN) in einer Resolution scharf verurteilten.   ... →