Okkupiert, Annektiert und Profitiert (2019)

Wie internationale Unternehmen und deutsche Finanzinstitute von völkerrechtswidrigen Handlungen in besetzten und annektierten Gebieten profitieren und diese fördern

  • Deutsche Banken unterhalten Finanzbeziehungen zu Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind, in einer Größenordnung von 44 Mrd. €
  • Unternehmen und Banken vernachlässigen ihre menschenrechtliche Aufsichtspflicht und laufen Gefahr sich an völkerrechtswidrigen Siedlungsaktivitäten, Zerstörung von Infrastruktur oder der Ausbeutung von Ressourcen in besetzten und annektierten Gebieten zu beteiligen und davon zu profitieren
  • Allein auf die Deutsche Bank entfallen 45% dieser Finanzbeziehungen, auch die KfW ist betroffen
  • Nur wenige Banken schließen Finanzbeziehungen zu Unternehmen strikt aus, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind
  • Auch deutsche Konzerne wie Siemens, HeidelbergCement und DHL fallen in der Studie negativ auf

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.   ... →

Unternehmen befeuern Menschenrechts-verletzungen im Westjordanland

Nahal Rabba Steimnbruch des deutschen Unternehmens HeidelbergCement © 2015 Private/HRW | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Die Siedlungspolitik der israelischen Regierung in den besetzten Gebieten im Westjordanland ist medial häufig im Fokus und erzeugt immer wieder Entrüstung und wird von der internationalen Gemeinschaft als völkerrechtswidrig abgelehnt. Nun hat Human Rights Watch in einem neuen Bericht aufgezeigt, in welcher Form global agierende Unternehmen und Finanzinstitute nicht nur von den begangenen Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten profitieren, sondern auch zu Erhaltung und Ausbau der Siedlungspolitik beitragen.   ... →