Dirty Profits 8: Einweg ohne Ausweg? Plastikprofite von Banken und Konzernen und ihre Folgen für die Umwelt

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Der Dirty Profits 8 Report von Facing Finance befasst sich mit der Plastikverschmutzung und ihren Auswirkungen auf Ökosysteme, das Klima und die Lebensgrundlagen der Menschen.

Von der Plastiktüte, die erst in hunderten Jahren zerfällt, über herkömmliche oder angeblich biologisch abbaubare Einwegtüten bis zu kleinsten Mikroplastikpartikeln – die negativen Folgen des nicht enden wollenden Kunststoffkonsums zeigen sich überall. Am Strand, in den Bergen, auf den Feldern, in der Stadt und an jedem noch so entlegenen Ort auf dem Globus lassen sich Rückstände aus synthetischer Herstellung finden. Doch wer trägt für die Verschmutzung die Verantwortung?

In der neuesten Ausgabe des Dirty Profits Berichts untersuchen wir die finanziellen Beziehungen von 8 europäischen Banken zu 14 internationalen Konzernen entlang der Plastikproduktionskette, die maßgeblich an der globalen Plastikverschmutzung beteiligt sind. Die Finanzbeziehungen zwischen Banken und internationalen Konzernen werden anhand verschiedener Unternehmen – aus dem Öl- und Gassektor, der chemischen Industrie und deren Kunden aus der Konsumgüterindustrie und dem Versandhandel – untersucht.

In der durch Plastikkonzerne verursachten globalen Kunststoffverschmutzung spielen Banken eine zentrale Rolle: Plastikkonzerne, als Teil der Realwirtschaft, sind wie alle anderen Unternehmen auf Kapital angewiesen. Die Entscheidung, welche Unternehmen Geld erhalten, sollte jedoch keine rein ökonomische sein; sie sollte auch soziale und ökologische Verantwortung umfassend berücksichtigen. Denn so, wie sich Finanzierungs- und Investmententscheidungen der Vergangenheit in gegenwärtigen Krisen wie der globalen Erderwärmung oder der Kunststoffverschmutzung widerspiegeln, nehmen heutige Entscheidungen Einfluss auf die Welt von morgen. Banken können also auch zur Bewältigung gegenwärtiger und künftiger Krisen beitragen.

Der vollständige Bericht steht hier zum Download bereit.

Die Stellungnahmen von Banken und Unternehmen zum Bericht stehen ebenso zum Download bereit, wie auch unsere Pressemitteilung.

Und was ist mit den deutschen Banken?

Im Februar haben wir bereits ein faltbares Poster mit deutschen Banken und ihren Finanzbeziehungen zur Plastikindustrie veröffentlicht. Ist eure auch dabei? Dann schreibt ihr doch ganz einfach eine Email!

Das Poster liegt dem Magazin enorm Ausgabe 1/21 bei, die am Kiosk ab dem 19. Februar 2021 erhältlich ist. Selbstverständlich ist das Poster auch in unten stehendem E-Reader oder als Download verfügbar. Gegen eine kleine Spende schicken wir euch gerne auch ein paar Exemplare mit der Post zu. Sprecht uns dazu gerne an!

Die im Poster verwendeten Quellen haben wir euch auch zusammengestellt.