VF: Hält weiter an Lieferanten fest, die Arbeitsrechte missachten

Nach dem Rana Plaza Unglück im April 2013 (siehe LPP) unterschrieben 80 Firmen weltweit die „Vereinbarung über Feuerschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesh” [1]. Obwohl VF mehrere bangladesische Zulieferer hat, hat das Unternehmen bis heute (Ende 2013) die Vereinbarung nicht unterschrieben [2]. VF hält zudem an Zulieferern fest, mit denen andere Unternehmen bereits die Zusammenarbeit beendet haben [3]. Zum Beispiel lösten Wal-Mart und Inditex, beide keine Vorreiter in Sachen Arbeitsrechte, ihre Beziehungen zu Liz Apparels in Bangladesch, nachdem ihre Inspektoren Risse in den tragenden Wänden der Fabrikhalle entdeckt hatten. Beide Firmen brachen umgehend die Verbindungen zu der Fabrik ab und forderten eine offizielle Kontrolle der Gebäudesicherheit durch Regierungsstellen. VF dagegen gab die Fabrik nach ihren Inspektionen für “normale Arbeiten” frei. Liz Apparels stellt für VF Corp. Wrangler T-Shirts her.

Ähnliche Vorkommnisse wurde in einer weiteren bangladesischen Wrangler Fabrik [4] beobachtet, Monde Apparels. Verdeckt ermittelnde CBS Reporter entdeckten das Fehlen von Feuerlöschern, und dass sämtliche Notausgänge von gestapelten Kartons versperrt waren. Desweiteren bestätigten sie, dass Kinder, die nicht älter als 12 Jahre alt waren, mit gefälschten Dokumenten in der Fabrik angestellt worden waren.

[1] Bangladesh Accord Foundation (2014): Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh, 4 February (accessed 04.02.2014)

[2] Katie Smith (2013): Who has signed the Bangladesh safety accord – update, 5 August (accessed 04.09.2013)

[3] Reuter (2013): Banned RMG factory still makes Wrangler shirts, 20 May (accessed 04.09.2013)

[4] Holly Williams (2013): “CBS News goes undercover in a Bangladesh clothing factory”, CBS News, 22 May (accessed 04.09.2013)

Case location
Gazipur, Bangladesh
Bangladesh


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Affected norms and standards
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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