Trafigura: Unterstützung des sudanesischen Regimes

Trafigura ist eng mit dem sudanesischen Regime um Omar al-Bashir verbunden. 2012 verschärfte Trafigura die Beziehungen zwischen dem Sudan und dem Südsudan durch den Verkauf von Öl aus dem Sudan, das Berichten zufolge illegal aus dem Südsudan ausgeführt worden war. Wegen seiner engen Beziehungen zur sudanesischen Regierung schlossen diverse staatliche U.S. Rentenfonds (z.B. in Kansas, Iowa, Colorado und South Dakota) Trafigura aus ihrem Anlageportfolios aus. Der Ausschluss gründet sich auf das 2007 in Kraft getretene Gesetz zur Verantwortung gegenüber dem Sudan und den Devestitionen (Sudan Accountability and Divestment Act). Das Gesetz ermächtigt den „Staat und die lokale Regierung dazu Kapital aus Firmen abzuziehen, die Geschäfte mit dem Sudan betreiben“ und untersagt die “öffentliche Auftragsvergabe an solche Unternehmen“. Die Altersvorsorge in Iowa zum Beispiel „schränkt Investitionen, die in Zusammenhang mit dem Sudan stehen, als Reaktion auf die andauernde Menschenrechtssituation in der Region Darfur ein.“ Finanzielle Mittel sollen aus Unternehmen abgezogen werden, die die sudanesische Regierung beispielsweise durch die Versorgung mit Strom, die Gewinnung von Mineralien und Öl oder mit militärischer Ausrüstung unterstützen. Mit der Devestition bestätigen Staaten die Mitverantwortung Trafiguras an dem andauernden Konflikt und der Instabilität der Region.

 

Rupert Neate (2012): “Trafigura in South Sudan oil row”, The Guardian.

US Congress (2007): Sudan Accountability and Divestment Act of 2007

Iowa Judicial Retirement System (2012): Annual Report on Sudan Divestment. For the Fiscal Year Ended June 30, 2012.