Royal Dutch Shell: Ausgleichszahlungen für Boden und Wasserverschmutzung in Brasilien

Das brasilianische Arbeitsministerium und diverse Arbeiterverbände reichten 2007 Klage gegen Shell Brazil und BASF ein. Die Kläger brachten vor, dass Shell und BASF für erhöhte Krebsraten bei ihren Angestellten und den Anwohnern verantwortlich seien. Die vermehrten Krebserkrankungen würden neben anderen ernsten Gesundheitsproblemen durch die Verseuchung des Bodens und des Grundwassers im Umkreis der Fabrik verursacht. Nach einem sechs Jahre andauernden Prozess wurden Shell und BASF für schuldig befunden [1] und angewiesen die Arztrechnungen aller ihrer früheren Mitarbeiter und ihren Familien zu begleichen. Die Parteien einigten sich im März 2013 auf eine endgültige Ausgleichszahlung über 240 Mio. Euro.

 

[1] Business and Human Rights: Case profile: Shell/BASF lawsuit (re Brazil).

Case location
Paulinia - São Paulo, Brazil
Brazil


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
Affected norms and standards
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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