Rio Tinto: Diamantenmine in Bundelkhand, Indien

Rio Tinto plant in Bundelkhand, Madya Pradesh, den Bau einer Diamantenmine, der Bunder-Mine. Die Diamantenvorkommen wurden 2004 entdeckt und Rio Tinto erhielt 2006 die erste Explorationslizenz. Die Vorkommen erschienen ertragreich und Rio Tinto  beantragte weitere Lizenzen, die im Juli 2013 gewährt wurden. Die Übernahme des Abbaugebiets von nahezu 1.000 Hektar wird für 2015 und die kommerzielle  Produktion für 2019 erwartet.[1]

In unmittlerbarer Umgebung der Mine liegen 15 Dörfer, in denen indigene Gruppen leben. Bei einer öffentlichen Anhörung im Februar 2014 verlangten sie die Zurückziehung der Lizenzen. Rio Tinto habe die Arbeitsplätze nicht wie versprochen geschaffen und würde wesentlich mehr an der Mine verdienen als in die Entwicklung der Region investieren. Außerdem befürchteten sie, dass die Umwelt in großem Maße beeinträchtigt werde. [2] [3] Für die Mine müssen Bäume des Waldschutzgebietes Buxwaha gefällt werden, und die Menschen befürchten außerdem erhöhte Emissionen  und Wasserknappheit, da die Mine viel Wasser für ihren Betrieb benötigen werde.[4] 

 

[1] Rio Tinto India: Bunder. Abgerufen am 18.02.2014

[2] The Free Press Journal (2014): Protest intensifies against Rio Tinto, 10. Februar; Abgerufen am 18.02.2014

[3] The Times of India (2014): Villagers red flag Rio Tinto project, 13. Februar; Abgerufen am 18.02.2014

[4] Hindustan Times (2013): Locals earned little from Rio Tinto´s diamond project, 17. Dezember; Abgerufen am 18.02.2014

 

Vgl. außerdem:

The Sydney Morning Herald (2011): Rio´s India diamond fight, 15. April; Abgerufen am 18.02.2014

The Scrap Monster (2014): Rio Tinto´s India diamond mine hangs in the balance as protests escalate, 11. Februar; Abgerufen am 18.02.2014

Case location
Bundelkhand University, Jhansi, Uttar Pradesh, India
India


Affected topics
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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