Drummond: Unterdrückung von Gewerkschaften

Drummond ist im Konflikt mit Sintraminergetica, der Gewerkschaft der Minenmitarbeiter. Im März 2009 protestierten 4.000 Arbeiter friedlich gegen die schlechten und gefährlichen Arbeitsbedingungen in Drummonds Minen. Zum Streik wurde aufgerufen, weil Fenoco, das von Drummond engagierte Kohle-Transportunternehmen, sich weigerte, mit den 600 Gewerkschaftsmitgliedern über neue Arbeitsanträge zu verhandeln, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet war. Ein weiterer Grund für den Streik waren mehrere arbeitsbedingte tödliche Unfälle.

Drummond reagierte auf den Streik, indem es mindestens neun Arbeiter entließ. Gleichzeitig entließ auch Fenoco illegal 25 Arbeiter, von denen 8 Gewerkschaftsführer waren.[1] In einer solchen Atmosphäre schreckten viele Arbeiter davor zurück, der Gewerkschaft beizutreten oder gegen die schlechten Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.[2]

Sogar heute noch werden Mitglieder der Kohlebau-Gewerkschaft bedroht. Der kolumbianische Anwalt Alirio Uribe berichtet, dass im April 2012 mehrere Gewerkschaftsmitglieder Einladungen zu ihren eigenen Begräbnissen erhalten haben.[3]

Case location
César, Colombia
Colombia


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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