Mord an Gewerkschaftsführern

Gegen Drummond wurden wegen des Verdachts auf Verbindungen zu der paramilitärischen Gruppe Vereinigte Bürgerwehren Kolumbiens (AUC) in dem Zeitraum von 1999 bis 2005 zahlreiche Klagen eingereicht.

Es gibt Belege dafür, dass Drummond im Jahr 2002 paramilitärische Einheiten dafür bezahlte, zwei wichtige Gewerkschaftsführer zu ermorden. Ein ehemaliges Mitglied der Gruppierung sagte vor einem US-Gericht im März 2012 aus, dass zwei Gewerkschaftsführer „getötet werden sollten, weil sie einen Streik organisieren wollten, der Einbußen für das Unternehmen bedeutet hätte“.[1] Obwohl das US Justizministerium Drummond eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 US-Dollar auferlegte, wurden die Familien der Opfer nie entschädigt.[2]

Es wird angenommen, dass Drummond auch in viele andere Fälle von nicht aufgeklärten Morden an Gewerkschaftsmitgliedern verwickelt ist. Bis heute wurde niemand aus der Führungsebene des Unternehmens für die mutmaßlichen Verbindungen zu den Todesschwadronen für schuldig erklärt. Einige der beschuldigten Personen befinden sich noch immer in führenden Positionen bei Drummond. Alfredo Araujo und Augusto Jimenez sind beispielsweise noch immer als Unternehmenssprecher bzw. als Leiter Drummond Colombia tätig.

Case location
César, Colombia
Colombia


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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