Paladin: Kayelekera Uranmine

Beschreibung:

Die Uranmine Kayelekera im Norden von Malawi wird von Paladin (Africa) Ltd. betrieben, einer Tochter von Paladin Energy, Australien. Im Juli 2009 übertrug Paladin im Rahmen der Projektverträge von 2007 der Regierung von Malawi 15% an PAL.

Die Konzessionen für die Kayelekera Tagebaumine umfassen 5.550 Hektar und wurde 2007 mit einer Laufzeit von 15 Jahren vergeben. Nach einer Umweltverträglichkeitsstudie von 2007 war der Bau der Anlagen abgeschlossen.

Der Abbau des Urans geschieht in der Kayelekera mittels einer Technik, die sonst im Uranabbau nicht angewendet wird („Resin-in-Pulp“). 2011 wurden in der Mine 2.169Mlbs Uran gefördert, was eine Steigerung von 125% im Vergleich zu der Förderung im Vorjahr von 963,000lbs darstellte. Das Uranoxid wird über Sambia nach Namibia transportiert, und von dort zur Weiterverarbeitung nach Nordamerika verschifft.

(Siehe auch den Paladin Energy Ltd. Annual Report 2011)

Auswirkungen:

Die Kayelekera Uranmine wird vom Karonga Natural Resources Justice Committee (KANRJC) kritisch begleitet. Das Bündnis ist wegen der Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsstandards in der Mine und wegen der Umsiedelung von Bauern ohne angemessene Entschädigungszahlungen alarmiert.

Zudem stellen sie in Frage, ob Paladin die Vereinbarungen aus den Verträgen mit der Regierung einhält, die dem Unternehmen im Gegenzug zu der Abgabe eines Anteils von 15% an die Regierung verringerte Steuerzahlungen zusicherten.

KANRJC fordert den ungehinderten Zugang zu entsprechenden Dokumenten, um die Bergbautätigkeiten, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Einhaltung der Umwelt-, Rechts- und Sicherheitsstandards nachvollziehen und bewerten zu können

Insbesondere fordert KANRJC Einblicke in

– die Umwelt- und Sicherheitskontrollen der Regierung

– die Vertragskonditionen mit der Regierung

– die Zahlungen, die Paladin für die Umsiedelung und die Entschädigung der Bauern leistet

– den Grundbesitz, der für die Erweiterung der Mine vorgesehen ist und

– die Auswirkungen der Mine auf die Gesundheit und die Lebensbedingungen der Bevölkerung

Im Januar 2013 ließ der malawische Minister für Minen, John Bande, verlauten, dass das Unternehmen Paladin gegen weitere Angriffe von Kritikern geschützt werden sollte. Er hob hervor, dass das Unternehmen solcherlei Kritiken nicht verdiene.

Der Geschäftsführer des Afrikanischen Forums und Netzwerks für Schulden und Entwicklung, Collins Magalasi, meinte unterdessen, dass Malawi ein schlechtes Geschäft mit Paladin eingegangen sei, da es ihm an Transparenz und Verantwortlichkeit mangele. Er riet zu Nachverhandlungen des Vertrags.  

weiterführende Quellen:

Studie von SOMO und WISE zu Uranium from Africa 2011(en)

Case location
Karonga, Malawi
Malawi


Affected topics
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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