Rio Tinto: Grasberg Mine in Indonesien

Rio Tinto beteiligte sich in den Jahren 1995-1996 an der Erweiterung der Freeport-McMoRan Copper & Gold Inc. Tochtergesellschaft – PT Freeport Indonesia – und ihrer Grasberg Mine in Papua, Indonesien. Seitdem hat das Unternehmen Anteil an 40% der Fördererlöse und somit an 118.000 Tonnen pro Tag bis 2021 sowie an 40% der Gesamtumsätze der Mine nach 2021. Das Abkommen schließt Rio Tintos feste Rolle bei den Unternehmungen der Mine ein. Der norwegische Pensionsfund – Global schloss 2008 Rio Tinto aufgrund der Beteiligung an der Grasberg Mine und den vom Unternehmen in diesem Zusammenhang verursachten schweren Umweltschäden von seinem Investmentportfolio aus.[1]

Rio Tinto gab 2012 zwei tödliche Arbeitsunfälle in der Mine im bekannt. Außerdem wurden Fälle extremer Gewaltanwendung bekannt, die im engen Zusammenhang mit den Unternehmungen der Mine stehen. Es kam zu mehreren Schusswechseln, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und sieben weitere verletzt wurden. Als Reaktion auf diese Vorfälle erhöhte Rio Tinto die Anzahl des Sicherheitspersonals der Mine. Darüber hinaus bestätigte Rio Tinto den Einsatz von “flussartigen Entsorgungsabgängen“ in der Grasberg Mine, obwohl diese Methode laut Weltbank schwerwiegende Umweltschäden verursacht. Sowohl Rio Tinto als auch Freeport-McMoRan haben die Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte unterzeichnet und betonen, die Unternehmungen der Mine entsprechend auszurichten. [2]

Die Große Gossan Mine ist Teil des Grasbergkomplexes in Indonesien. Nach einem Einsturz im Mai 2013, bei dem 28 Menschen getötet wurden, ließ die indonesische Regierung die Produktion bis zum Ende einer Untersuchung einstellen. Kritiker forderten, dass Freeport-McMoRan und Rio Tinto für den Unfall zur Verantwortung gezogen würden.[3]

 

[1] The Government Pension Fund – Global Council on Ethics: Recommendation of 15 February 2008, abgerufen am 20.01.2014

[2] Rio Tinto (2013): Non-managed operations and joint ventures: Grasberg, abgerufen am 20.01.2014

[3] Reprisk (2013): Top Ten Currently Most Controversial Projects, S. 4, abgerufen am 05.09.2013

vgl. auch: West Papua Daily (2014): Komnas Ham: Big Gossan Tradegy at Freeport is a serious human rights violation, 16. Februar, abegrufen am 10.04.2014

Case location
Irian Jaya Tengah
Indonesia


Affected topics
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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