AngloGold Ashanti: Zwangsumsiedlung für Geita Goldmine in Tansania

2007 wurden Anwohner des Ortes Mpya in Tansania von den Behörden umgesiedelt, um die Entwicklung der Geita Goldmine (GGM) von AngloGold Ashanti zu ermöglichen. Die Menschen wurden in einem Lager aus Zelten am Rand der Mine untergebracht. Dort, in Sophiatown, leben sie seitdem. Sie und ihre Nutztiere sind durch das hochgiftige Abwasser aus der Mine stark gefährdet. [1] Sie wurden weder für ihr beschlagnahmtes Land noch den Verlust ihrer Existenzgrundlage kompensiert. In dem Zeltlager herrschen sehr schlechte Lebens- und Einkommensbedingungen. [2]

Vor der Errichtung der Geita Goldmine nutzten die Menschen das Land für Subsistenzlandwirtschaft. Jetzt werden sie auf dem Gebiet der Mine wie illegale Eindringlinge behandelt. Zusammenstöße mit dem Sicherheitspersonal der Mine sind häufig, und es werden immer wieder Menschen verletzt und sogar getötet. Im Juni 2012 wurde beispielsweise der 17-jährige Mhoja Leonard erschossen, als er auf dem Minengelände nach Schrottresten suchte. [3]

 

[1]  Ilham Rawoot, Victoria Schneider, Katrin Krämer, Felix Karlsson (2013): Dirty Profits Exposed. The Report, S. 8–11

[2]  IRIN News (2013): “Tanzanian farmers displaced by mining live like refugees”, 13. Juni, abgerufen am 29.08.2013

[3]  Zahra Moloo (2013): “Local miners left out by gold rush”, Tanzania Al Jazeera, 8. Juni, abgerufen am 04.09.2013

Case location
Geita, Tanzania
Tanzania


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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