Kinderarbeit auf Tabakplantagen: Noch immer traurige Realität

 Foto von Basil MK von Pexels  | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Tabakkonsum ist in Deutschland rückläufig, dennoch boomt die Tabakindustrie weltweit. Das Genussmittel wird oftmals unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen angebaut und verarbeitet, auch von Kindern und Jugendlichen. Nun haben sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Projekt „Unfairtobacco“ der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung zusammengetan, um auf Kinderarbeit in der Tabakbranche aufmerksam zu machen und die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen.   ... →

Made in Cambodia – Textile Lieferketten und die Verantwortung der Investoren

 Cover der Studie mit Bild einer Fabrikarbeiterin bei einer Auditierung eines kambodschanischen
Zulieferbetriebs durch das ILO-Programm Better Factories Cambodia. | Bild (Ausschnitt): © ILO Asia-Pacific [CC BY-NC-ND 2.0] - flickr

In der im Dezember 2019 veröffentlichten Studie Made in Cambodia bringen Facing Finance und SÜDWIND Investitionen in Textilunternehmen mit Arbeitsrechtsverstößen im Globalen Süden in Verbindung. Am Beispiel Kambodscha zeigen die Autoren, dass auf verlässliche Informationen zur Umsetzung von Arbeitsrechtsstandards in Textilfabriken zurückgegriffen werden kann. Investor*innen können die vorhandene Datengrundlage nutzen, um ihrer Verantwortung nachzukommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter*innen einzufordern.   ... →

Jemen-Krieg : Kriegsverbrechen-Vorwürfe gegen Rüstungsunternehmen

 Destroyed house in the south of Sanaa, 12 June 2015 | Bild (Ausschnitt): © Ibrahem Qasim (CC BY-SA 4.0)

Seit 2015 erlebt Jemen die „schlimmsten humanitären Krise der Welt“, so der Vereinigte Nationen. Tausende von Zivilist*innen wurden durch den Krieg oder die indirekten Folgen des Krieges getötet, und weitere Millionen Jemeniten leiden unter akuter Not, Hunger und Krankheiten. All dies, während Rüstungsunternehmen und Banken am Krieg verdienen. Eine Gruppe von Menschenrechtsorganisationen[1] um das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) will die Verantwortung europäischer Politiker und hochrangiger Manager in Rüstungskonzernen für ihre Beihilfe zu Kriegsverbrechen in Jemen in Frage stellen, indem sie eine Strafanzeige beim Internationalen Strafgerichtshof eingerichtet haben.   ... →

Deutsche Unternehmen unterstützen eine gesetzliche Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt

  Bild (Ausschnitt): © Screenshot des Statements für eine gesetzliche Regelung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten mit allen Unterzeichnern (stand: 9.12.19).

42 deutsche Unternehmen und eine Investoren-Arbeitsgruppe haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der sie sich für eine gesetzliche Regelung zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten einsetzen. Die Unterzeichner sind sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch große multinationale Konzerne wie Hapag-Lloyd, Nestlé Deutschland, Ritter Sport, Tchibo und Vaude.

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) zur Umsetzung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte setzt die Bundesregierung bei der Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bisher auf Freiwilligkeit.   ... →

Deutsche Unternehmen bei menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht mangelhaft

 Kolibri5 auf Pixabay | Bild (Ausschnitt): © n.v. - Pixabay

2016 beendete die Bundesregierung einen Konsultationsprozess zur Umsetzung der UN Guiding Principles on Business and Human Rights (UNGPs) mit der Maßgabe, dass bis 2020 mindestens 50% der deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter*innen freiwillig effektive Prozesse zur Achtung der Menschenrechte einführen sollen (wir berichteten). Andernfalls würden gesetzliche Vorgaben gemacht werden, so der aktuelle Koalitionsvertrag.   ... →

EuGH-Urteil: Kennzeichnung israelischer Siedlerprodukte künftig Pflicht

 Israeli routes and Settlements divide the Palestinian Territory everywhere. | Bild (Ausschnitt): © Montecruz Foto (CC BY-SA 2.0)

Während eine neue Welle der Gewalt zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad aus dem Gazastreifen die Region heimsucht und Zivilist*innen auf beiden Seiten gefährdet, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) hierzulande über die Kennzeichnungspflicht von Lebensmittel aus den von Israel besetzten Gebieten entschieden.

Lebensmittel für den europäischen Markt, die ihren Ursprung in israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten haben, müssen künftig eindeutig als solche gekennzeichnet werden.   ... →