Ölpest im Nigerdelta – Höchstes britisches Gericht entscheidet über Haftbarkeit von Öl-Multi Shell

Umweltzerstörung durch Ölförderung im Nigerdelta  Bild (Ausschnitt): © n.v. [Public Domain] - Wikimedia

Für über 40.000 Bewohner*innen der Ogale und Bille Gemeinschaften im Nigerdelta könnte der nächste Dienstag die verspätete Gerechtigkeit bringen, für die Sie seit Jahrzehnten kämpfen. Denn dann wird die Frage der Haftbarkeit Shells für anhaltende Ölverpestung und bisher ausgebliebene Aufräumarbeiten letztinstanzlich vor dem britischen Supreme Court entschieden. Die zentrale Frage, über die die Verfassungshüter zu entscheiden haben, ist, ob Shell für die Aktivitäten ihrer Tochterunternehmen in der Region verantwortlich ist und Schadensersatz für deren Säumnisse zahlen muss.   ... →

Update: Shell wissentlicher Korruption in Nigeria überführt

Wie bereits im Februar dieses Jahres von Facing Finance berichtet, hat die nigerianische Anti-Korruptionsbehörde EFCC (Economic Financial Crimes Commission) den beiden Öl-Giganten Royal Dutch Shell und Eni die Lizenz OPL (Oil Prospecting License) 245 für ein Ölfeld mit einem geschätzten Vorkommen von mehr als 9 Milliarden Barrel Rohöl im Wert von mehr als einer Billion US Dollar entzogen.   ... →

Amnesty-Bericht widerspricht Shells Angaben zu Ölverschmutzungen in Nigeria

Laut Amnesty International stellt sich Shells Behauptung, die durch Öl verursachten Verschmutzungen im Nigerdelta bereinigt zu haben, als unwahr heraus. Schon 2011 stellte das UN-Umweltprogramm UNEP schwerwiegende Umweltverschmutzungen im Ogoniland fest, hervorgerufen durch Öl aus Shells Pipelines. Shell versprach daraufhin, die verschmutzten Gebiete zu sanieren.

Entgegen Angaben von Shell wurden die Verschmutzungen allerdings wohl nicht beseitigt.   ... →

UPDATE Shell: Arktis bleibt vorerst verschont

Überraschend gab Royal Dutch Shell am Montag den 28. September 2015 bekannt, seine Ölbohrvorhaben in Alaska bis auf weiteres abzubrechen. Dabei hatte der Ölkonzern nach langen Bemühungen um eine Bohrerlaubnis in der arktischen Region erst im Mai grünes Licht von der US Regierung für Probebohrungen und im August sogar für Bohrungen in tieferen Erdschichten bekommen.
Als Grund des plötzlichen Stopps der Bohrungen in der Tschukschensee zwischen Russland und Alaska, in der ein Zehntel aller amerikanischen Ölreserven vermutet werden, gibt das niederländische Unternehmen wirtschaftliche Gründe an: Die Resultate der sommerlichen Probebohrungen im „Basin J“ seien schlichtweg enttäuschend.   ... →

Obama-Regierung genehmigt Shell umstrittene Ölbohrungen in der Arktis

Am Montag erteilte das US-Innenministerium dem Ölkonzern Royal Dutch Shell die lang bemühte Genehmigung in der ölreichen Tschuktschensee vor der Küste Alaskas unterhalb des Meeresbodens zu bohren. Bereits im Mai waren Bohrungen in den höheren Ebenen gestattet worden, jedoch fehlte dem britisch-niederländischen Konzern bis dahin noch eine spezielle Sicherheitsausrüstung, um Lecks zu verhindern.

Das Gebiet in der Arktis gilt als heiß umkämpft: Forscher vermuten unter dem eisigen Gewässer bis zu 90 Milliarden Barrel ÖL also 30 Prozent der weltweit ungenutzten Vorkommen.   ... →

Shell´s Ölbohrungen in der Arktis wieder auf dem Tisch

 Im Mai 2015 hat die US Regierung dem Ölkonzern Royal Dutch Shell erneut die Erlaubnis erteilt, in der Arktis nach Öl zu bohren. Eine schon erteilte Erlaubnis war nach erheblichen technischen Schwierigkeiten des Konzerns zurückgezogen worden. 2012 hatte der Konzern erste Probebohrungen unternommen, die aber wegen der extremen Wetterbedingungen abgebriochen werden mussten.

Zwar sind noch weitere Genehmigungen einzuholen, doch gilt die Zustimmung seitens der Regierung als die größte Hürde für Shell, die erste Bohrungen nun wieder für diesen Sommer ankündigen.   ... →