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Veranstaltung: How much pain for corporate gain?

| Bild: Facing Finance

Einladung zur digitalen Veranstaltung am
14. Juli, 14.30-16.30 Uhr (MEZ)

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Von der Zerstörung der Lebensgrundlagen von indigenen Bevölkerungen in Südamerika über die Ausbeutung von Ressourcen im Kongo bis hin zur Lieferung von Waffen an Kriegsparteien im Jemen-Krieg. Immer wieder werden Menschenrechtsverletzungen bekannt, für die multinational agierende Unternehmen Verantwortung tragen. Doch welche Rolle spielen Banken oder Lebensversicherungen bei diesen Menschenrechtsverletzungen? Finanzinstitutionen investieren in Bergbauunternehmen, die wiederholt die Rechte indigener Völker verletzen, geben Kredite an europäische Pestizidhersteller, die ihre giftigen Produkte in Länder mit geringeren Standards verkaufen und erleichtern die Platzierung von Anleihen für Rüstungsunternehmen, welche von schweren Menschenrechtsverletzungen profitieren. Unternehmen der Realwirtschaft sind abhängig von Finanzinstitutionen. Banken und Investoren haben daher eine enorme Macht, die Einhaltung der Menschenrechte zu sichern. Sie können sich bewusst für oder gegen eine finanzielle Beziehung zu einem Unternehmen entscheiden, je nachdem, ob sie neben der wirtschaftlichen Leistung auch mit dessen sozialen und ökologischen Maßnahmen einverstanden sind.

Der neueste Bericht How much Pain for Corporate Gain? aus der Dirty Profits-Reihe, die von Facing Finance jährlich herausgegeben wird, zeigt jedoch, dass deutsche Banken und Lebensversicherungen durch Milliarden-Investments bzw. Finanzierungen massiv an Branchen beteiligt sind, die in besonderer Weise anfällig für menschenrechtswidrige Praktiken sind. Kurzum: Der Finanzsektor nutzt seine Macht bisher nicht ausreichend, um Menschenrechte und Umweltschutz zu sichern.

Anlässlich der Veröffentlichung des 9. Dirty Profits Berichtes laden die Friedrich-Ebert-Stiftung und Facing Finance Sie herzlich zur gemeinsamen Veranstaltung am 14. Juli 2022 ein. Mit Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und dem Finanzsektor wollen wir nicht nur über konkrete Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen sprechen, sondern auch Möglichkeiten diskutieren, wie Finanzinstitutionen über ihre Rolle als bloßer Kapitalgeber oder Investor hinauswachsen und proaktiv zum Schutz von Menschenrechten beitragen können.

Wir freuen uns sehr, dass Tommy Piemonte, Bank für Kirche und Caritas eG, Leiter des Bereichs Nachhaltigkeitsresearch, Antje Schneeweiß, Arbeitskreis Kirchlicher Investoren, Geschäftsführerin, Mitglied der EU-Platform On Sustainable Finance, Dom Vicente Ferreira, Bischof von Brumadinho in Brasilien und Sanae Abdi, MdB, Entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion (angefragt) teilnehmen werden.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Vanessa Müller, Projektkoordinatorin des Dirty Profits Berichtes,
Facing Finance, Berlin

Franziska Korn, Referentin für Menschenrechte und Wirtschaft,
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

Organisatorische Informationen und Anmeldung

Die Veranstaltung wird simultan in Deutsch, Englisch und Portugiesisch gedolmetscht.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm

Bitte melden Sie sich bis zum 11. Juli 2022 hier an.

Den Zoomlink erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail.