Jahresende: neue Zahlen!

| Bild: © Eigenes Bild

Zum Ende des Jahres haben wir unser Verbraucherportal faire-fonds.info neu bestückt. Auf dieser Webseite können Sie mit wenigen Klicks überprüfen, ob und in welche kontroversen Unternehmen Ihr Fonds investiert hat. Zu insgesamt 4.600 Fonds und ihren verschiedenen Anteilsklassen haben wir die Portfolio-Daten abgerufen und mit unserer Liste von derzeit 330 kontroversen Unternehmen abgeglichen. Diese tragen zu Menschen- oder Arbeitsrechtsverletzungen, Umweltzerstörung oder der Verschärfung des Klimawandels bei, sind in Fälle von Korruption und Geldwäsche verstrickt oder gehören zu den größten Rüstungsproduzenten weltweit (siehe Quellen). Wir markieren die Aktien und Anleihen der Unternehmen in den Publikumsfonds der Anbieter Allianz, Deka, DWS und Union Investment, sowie in einer Reihe von (selbst ernannten) Nachhaltigkeitsfonds, die zum Teil mit einem Siegel des Forum für Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet wurden. Seit Anfang dieses Jahres nehmen wir auch stetig ETFs in unsere Liste auf, mittlerweile sind es rund 830. Und schließlich sind die Fonds einiger Banken, die wir im Fair Finance Guide untersuchen, in dieses Update aufgenommen worden.

Übrigens: Wir haben die Verarbeitung der Informationen der Corporate Human Rights Benchmark verändert. Bisher haben wir die Unternehmen aufgenommen, deren Vorgaben zum Schutz der Menschenrechte nicht ausreichend waren. Wir haben uns aber dazu entschieden, mehr auf die Praxis zu achten und nehmen nun diejenigen Unternehmen auf, die bei tatsächlichen Vorfällen von Menschenrechtsverletzungen nicht angemessen reagiert haben. Die Auswahl der Fälle sowie die Einschätzung der ergriffenen Maßnahmen durch die Unternehmen erfolgte durch die Corporate Human Rights Benchmark.

Auch weiterhin nehmen wir gerne Einsendungen unserer User*innen auf. Sollte ein Fonds, dessen Portfolio Sie interessiert, nicht in der Datenbank enthalten sein, können Sie uns eine Email an info@faire-fonds.info unter Nennung des Namens und der ISIN des Fonds schicken, wir fügen den Fonds dann möglichst bald hinzu.

Wie schon in vorhergegangenen Aktualisierungen greifen wir für die Portfolios auf Daten von Lipper for Investment Management zurück. In dem Fall, dass Fonds ihre Beteiligungen nicht regelmäßig melden (z.B. nur zum Jahres- / Halbjahresabschluss), kommt es dazu, dass Fondsportfolios bis zum 1.1.2019 datieren können. Insbesondere hier gilt: Vermutlich hat sich die Zusammensetzung der Fondsinvestments mittlerweile geändert!

Und noch ein methodischer Hinweis: Es sind nur diejenigen Fonds in die Datenbank aufgenommen worden, deren Anteil an Aktien oder Anleihen über 20% beträgt. Dachfonds, die wiederum in andere Fonds investieren, sind z.B. nicht in der Datenbank enthalten. Der Grund hierfür ist, dass wir derzeit nur Aktien und Anleihen der Portfolios kontroversen Unternehmen zuordnen und somit auswerten können. Ein sehr geringer Anteil an Aktien und Anleihen innerhalb eines Fondsportfolios würde demnach zu einer verfälschenden Darstellung einer geringen „Belastung“ eines Fonds führen.

Selbstverständlich achten wir sorgfältig auf die Verarbeitung der Daten. Sollten Ihnen dennoch fehlerhafte Darstellungen auffallen oder Sie Anregungen zur Verbesserung der Methodik haben, melden Sie sich gerne unter info@faire-fonds.info.