Katastrophen im Doppelpack: Bergbaukonzern Nornickel verursacht erneut massive Umweltverschmutzung in Sibirien

Nornickel: Größter Arbeitgeber und Umweltzerstörer Nordrusslands Bild: © Hans Olav Lien [CC-BY-SA 3.0] - Wikimedia

Der zweite Skandal in einem Monat: Nachdem erst Anfang Juni bekannt geworden ist, dass der russische Bergbaukonzern Nornickel über mehrere Tage ein Leck an einem Öltank über mehrere Tage verschwieg, wodurch 21.000 Tonnen Rohöl in den Ambanarja Fluss gelangten, ist nun ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie giftiges Produktionsabwasser in die umliegende Natur gepumpt wird.

Der Konzern erklärte daraufhin, die verantwortlichen Mitarbeiter*innen für den Umweltschaden bereits suspendiert zu haben und gab an, dass deren Verhalten gegen die operationellen Richtlinien des Unternehmens verstoßen würden. Öffentlich gemacht wurde der Fall allerdings erst durch eine unabhängige Zeitung. Die Novaya Gazeta berichtete, der Betrieb habe das Abwasser durch Rohre ungehindert in ein Stück Wald geleitet, diese jedoch hastig entfernt, als Ermittler*innen und Sicherheitskräfte den Fall inspizieren wollten.

Das trotz der ohnehin großen medialen Aufmerksamkeit, die Nornickel gerade zu Teil wird , weitere Umweltzerstörungen aufgedeckt werden, zeugt vom zerstörerischen Geschäftsmodell des Unternehmens und erklärt, warum die Region rund um Norilsk zu den zehn meistverseuchtesten Orten der Welt gehört. Dadurch wird auch einmal mehr verdeutlicht, dass Investoren wie die Deutsche Bank, Allianz, BNP Paribas oder Blackrock nicht mehr in Nornickel investieren sollten, wenn sie glaubhaft machen wollen, dass ihnen Umweltschutz wirklich wichtig ist.

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