Swakop Uranium: Förderung von Uran in Uranmine „Husab“ in Namibia beginnt

In diesem Monat will das Bergbauunternehmen Swakop Uranium mit dem Uranabbau in der an der Westküste Namibias gelegenen Uranmine “Husab” beginnen, wie Zheng Keping, der Geschäftsführer von Swakop Uranium, mitteilte.1 Das Unternehmen ist zu 90% im Besitz von Taurus Minerals Ltd., einer Tochterfirma des chinesischen Staatsbetriebs Guangdong Nuclear Power Company (CGNPC) Uranium Resources Co. Ltd. – nur 10% werden von dem namibischen Bergbauunternehmen Epangelo Mining, welches sich in staatlicher Hand befindet, gehalten.2

Mit der Aufnahme der Tätigkeiten zur Förderung des radioaktiven Schwermetalls in der Husab-Mine wird davon ausgegangen, dass sich die Uranproduktion in Namibia von 2015 bis 2017 verdreifachen wird.3 Bei vollausgelasteter Produktion, die 15 Millionen Tonnen Erz pro Jahr umfasst, würde Namibia damit vom sechst- zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt aufsteigen.4

Der Abbau von Uran in der westafrikanischen Nation wird jedoch heftig kritisiert. Wie FACING FINANCE bereits in früheren Beiträgen berichtete, wurden umwelt- sowie gesundheitsschädigende Wirkungen, die die Uranförderung mit sich bringt, nicht nur in der vom australischen Bergbauunternehmen Paladin Energy betriebenen namibischen Mine „Langer Heinrich“,5 sondern auch in Namibias größter Uranmine „Rössing“, die sich zu 69% im Besitz des Bergbaukonzerns Rio Tinto befindet,6 nachgewiesen.

Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Tatsache, dass der Aufbau des in der namibianischen Region Erongo gelegenen Tagebauminensbetriebs von mehreren Demonstrationen begleitet wurde, die z. B. unfaire Löhne und Arbeitsbedingungen7 oder die Entnahme von Wasser aus Grundwasserbeständen8 anprangern, ist auch die Inbetriebnahme der Husab-Mine unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten sowie Umweltschutzaspekten kritisch zu bewerten.


  1. MINING.com, Artikel vom 29.09.2016, abgerufen am 10.10.2016 []
  2. Namibian Uranium Association, abgerufen am 10.10.2016 []
  3. AllAfrica, Artikel vom 24.03.2016, abgerufen am 10.10.2016 []
  4. The Namibian, Artikel vom 29.09.2016, abgerufen am 10.10.2016 []
  5. FACING FINANCE, abgerufen am 10.10.2016 []
  6. FACING FINANCE, abgerufen am 10.10.2016 []
  7. The Namibian, Artikel vom 26.01.2015, abgerufen am 10.10.2016 []
  8. Allgemeine Zeitung, Artikel vom 08.02.2016, abgerufen am 10.10.2016 []
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