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Kik muss zahlen – Forderung an den deutschen Discounter, die 254 Todesopfer des Fabrikbrandes in 2012 zu entschädigen

Drei Jahre sind nun schon seit dem größten Industrieunfall in der Geschichte Pakistans vergangen – Ein Unglück, dass 254 Tote und 55 Schwerverletzte forderte. 2012 ging die Fabrik Ali Enterprises in Flammen auf, in dem die Arbeiter Kleidung für dessen Hauptabnehmer Kik herstellten1.

Gleich nach dem Unfall gewährte Kik seinem Tochterunternehmen 500.000 Euro Entschädigung – etwa 2.000 pro Todesopfer. Später stockte man diesen Betrag auf eine Million Euro auf und setzte einen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) auf, mit der Kik sich verpflichtete, Langzeitentschädigungen für die Opfer und deren Familien auszuzahlen21.

In den folgenden Jahren gelang es dem deutsche Discounter immer wieder, sich diesem Abkommen und den Entschädigungszahlungen zu entziehen1 . Anfang 2015 reichte ein Opfer und drei Angehörige von verstorbenen Opfer eine Klage in einem deutschen Gericht ein – Kik soll seiner Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferern und Tochterunternehmen nachkommen2 .

September diesen Jahres, zum dritten Geburtstag des Unglückstages, fordern nun auch die globalen Gewerkschaften IndustriALL und UNI zusammen mit der Clean Clothes Campagin in Genf Gerechtigkeit für die Opfer des größten Industrieunfalls Pakistans1.


  1. Cleanclothes.org:German retailer KiK must pay promised compensation to Pakistani factory fire vistims, https://www.cleanclothes.org/news/press-releases/2015/09/09/german-retailer-kik-must-pay-promised-compensation-to-pakistani-factory-fire-victims, 09.09.2015, aufgerufen am 29.09.2015 [] [] [] []
  2. Sueddeutsche.de:Fabrikbrand-Opfer verklagen Textildiscounter KiK, http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schadensersatz-fabrikbrand-opfer-verklagen-textildiscounter-kik-1.2391676, 13.03.2015, aufgerufen am 29.09.2015 [] []