Sambier erheben sich gegen Vedanta

Gemäß eines internen Reports kanadischer Umweltschutzexperten hat Konkola Copper Mines plc, ein Tochterunternehmen des Vedanta Konzerns im sambischen Kupfergürtel Schwefelsäure und andere giftige Chemikalien in Flüsse und das Grundwasser geleitet. Dadurch wurden die Bewohner eines umliegenden Dorfes ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlage beraubt und mit Aziden kontaminiert.
Jetzt haben 1800 Dorfbewohner mit Hilfe der Londoner Rechtsanwaltskanzlei “Leigh Day” Klage eingereicht. Die Rechtsanwälte stützen sich dabei unter anderem auf einen ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter von Vedanta, der dem Unternehmen vorwirft, Wartungsarbeiten und die generelle Entsorgungen von Abfallmaterialien massiv vernachlässigt zu haben. Die Entsorgungsanlagen der technologisch veralteten Mine seien weit über ihre maximalen Kapazitätsgrenzen getrieben worden. Deshalb hatte bereits 2011 das oberste Gericht Sambias das Unternehmen zu Entschädigungen verurteilt. Im Rahmen des neuen Gerichtsverfahren wird nun deutlich, dass sich nicht nur lokale, sondern auch nationale Gefahren für die Trinkwasserversorgung Sambias ergeben. Denn der Kafue ist als einer der größten Flüsse des Landes bereits kontaminiert und speist flussabwärts mit dem Sambesi den viertgrößten Fluss Afrikas, wodurch es folglich zu Umweltbelastungen für die ganze Region kommen kann.12
Mehr Informationen bezüglich der Vorwürfe in 2012 finden Sie in unserer Datenbank unter „Kritisierte Fälle“: https://www.facing-finance.org/database/cases/vedanta-konkola-copper-mine-zambia/


  1. The Guardian (2015): Vedanta Zambia Copper Mining Toxic Leak, 1 August. http://www.theguardian.com/global-development/2015/aug/01/vedanta-zambia-copper-mining-toxic-leaks []
  2. The Guardian (2015): I drank the water and ate the fish we all did, the acid has damaged me, 1 August 2015. http://www.theguardian.com/global-development/2015/aug/01/zambia-vedanta-pollution-village-copper-mine []
Recent Related Posts

Kommentare sind geschlossen.