US-Regierung greift in geplantes Gen-Pflanzen-Moratorium in Costa Rica ein

Die Wirtschaftsverhandlungsführerin der USA, Darci L. Vetter, hat dem costaricanischem Außenhandelsminister Alexánder Mora am 24. Mai einen Brief geschickt, in dem sie Costa Rica auffordert, ein geplantes Moratorium gegen genveränderte Pflanzen zu überdenken.1

In Costa Rica wird ein Moratorium für 15 Jahre über genveränderte Pflanzen angestrebt. Dadurch soll eine genaue wissenschaftliche Prüfung der Auswirkungen dieser Pflanzen vor ihrer Einführung gewährleistet werden. Bereits in 80% des Landes sind die “Transgenicos” verboten, doch nur durch das Moratorium können diese Verbote aufrecht erhalten werden.2

Nun haben sich die USA eingemischt. In ihrem Brief spricht Frau Vetter von den angeblich nachgewiesenen Vorzügen genveränderter Pflanzen und weist die Regierung auf das Freihandelsabkommen Costa Ricas mit den USA, DR-CAFTA, und die fragliche Kompatibilität des Moratoriums mit dem Abkommen hin.3

Sie sieht dies nicht als einen Eingriff in die Souveränität eines anderen Staates. Ein solcher “Austausch von Standpunkten” sei normal.4


  1. http://insidecostarica.com/2015/06/01/u-s-raises-concerns-proposed-gmo-moratorium-costa-rica/ (aufgerufen am 9. Juni 2015) []
  2. http://news.co.cr/u-s-asks-costa-rica-to-explain-proposed-gmo-moratorium/39202/ (aufgerufen am 9. Juni 2015) []
  3. https://amerika21.de/2015/06/123367/moratorium-gentech-costa-rica (aufgerufen am 9. Juni 2015) []
  4. http://www.nacion.com/economia/agro/EE-UU-proyecto-moratoria-transgenicos_0_1490450959.html (aufgerufen am 9. Juni 2015) []
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