Kein Geld für Kohle: Norwegen will Investitionen beenden

 Norwegens Parlament hat beschlossen, die Anteile des Norwegian Government Pension Funds an der Kohleindustrie zu veräußern. Der weltweit größte Staatsfonds ist einer der Top-Ten-Investoren für Kohle. Nun sollen ab dem Jahr 2016 alle Unternehmen ausgeschlossen werden, die mehr als 30 Prozent ihrer Einkünfte oder Stromproduktion durch Kohle gewinnen.1

Noch 2014 wurde der Fonds wegen seiner umfangreichen finanziellen Unterstützung der Kohleindustrie kritisiert.2

Damit hat Norwegen ein deutliches Zeichen für die Übernahme ethischer Verantwortung durch Geldgeber gesetzt. Es lässt hoffen, dass bald weitere Investoren und Sponsoren nachziehen werden. So haben bereits große Banken wie die Bank of America3 und Credit Agricole4 eine Einschränkung der Kohle-Investitionen angekündigt.

Deutsche Banken hinken dagegen hinterher und treiben den Klimawandel mit ihrer Haltung weiter an. Erst kürzlich bestätigte die Commerzbank auf ihrer Hauptversammlung Ende April, man wolle an Unternehmen aus der fossilen Energiebranche festhalten.5

Auch als Endverbraucher können Sie Ihre Investitionen in fossile Brennstoffe beenden. Eine Anleitung dazu gibt es z.B. hier:

http://bankwechsel-jetzt.de/

https://www.facing-finance.org/de/2015/05/guardian-divestment-aus-fossilen-energietragern/


  1. http://www.ipe.com/news/esg/norways-oil-fund-to-sell-all-remaining-coal-stocks/10008186.fullarticle (aufgerufen am 28. Mai 2015) []
  2. https://www.urgewald.org/presse/raus-kohle-nordische-investoren-machen-den (aufgerufen am 28. Mai 2015) []
  3. http://www.businessinsider.com/r-bank-of-americas-new-policy-to-limit-credit-exposure-to-coal–2015-5?IR=T (aufgerufen am 28. Mai 2015) []
  4. http://www.reuters.com/article/2015/05/20/credit-agricole-coal-idUSL5N0YB4NO20150520 (aufgerufen am 28. Mai 2015) []
  5. https://www.facing-finance.org/files/2015/05/Antworten-Blessing.pdf (aufgerufen am 28. Mai 2015) []
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