Investmentfonds und ihr Klima-Fußabdruck

Viele Touristen dürften mit dem Begriff Klimafußabdruck etwas anzufangen wissen: Reisende können ihre auf der Reise verursachten Treibhausgasemissionen berechnen und durch eine Ausgleichszahlung kompensieren. Die Gelder fließen in Projekte, die sich um Gegenmaßnahmen zum Klimawandel bemühen, wie z.B. Projekte der Aufforstung in Regenwäldern.

Ende Februar veröffentlichte die Verbraucherzentrale Bremen eine Studie über den Klimafußabdruck ausgewählter Investmentfonds. Untersuchungsgegenstand der Studie waren die Portfolios von 13 Aktienfonds, darunter 9 nachhaltige Investmentfonds. Bei der Berechnung des Fußabdrucks wurden die Emissionen aus den wirtschaftlichen Tätigkeiten der einzelnen Unternehmen, die verbrauchte Wärme und Elektrizität sowie der lebenslange CO2-Verbrauch während der Nutzung des Endproduktes berücksichtigt. Schnell wurde deutlich, dass die Branchenverteilung der Fonds einen erheblichen Einfluss auf die Größe des Fußabdrucks hat.

Das Ergebnis überrascht dennoch: Vier der nachhaltigen Investmentfonds landen auf den hinteren Rängen. Die Plätze fünf und sechs gehen an Allianz Interglobal A EUR und UniGlobal, beides konventionelle Investmentfonds. Allianz Interglobal weist dabei die gleichen Treibhausgasemissionen auf wie der Öko-Fond der GLS-Bank. Spitzenreiter war der Studie zufolge ein Fonds von Triodos.

Anleger, denen das Klima am Herzen liegt, können die Studie als Hilfe für zukünftige Investitionsentscheidungen nutzen, denn die Einzelpositionen des am schlechtesten bewerteten Fonds verursachen 5,6 mal so viele Emissionen wie die des besten Fonds. Produkte, die die klimaschädliche Kohle- und Ölbranche komplett ausschließen, sind  allerdings nach wie vor selten.

Das komplette Ranking und weitere Details zur Studie können hier abgerufen werden.