Weltbank steht unter heftiger Kritik

Ein Umsiedlungsprogramm namens „Villagization“ innerhalb eines Gesundheits­ und Bildungsprojektes in Nord­ Äthiopien gerät aufgrund Menschenrechtsverletzungen in Kritik. Etwa 1,5 Millionen Menschen, darunter indigene Anuak, sollen umziehen – in neu erbaute Dörfer, die ein besseres Leben versprechen. Doch Human Rights Watch berichtet von einem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte, von spontanen Festnahmen und sogar von Vergewaltigungen und Toten. Zudem sind die Unterkünfte für die Menschen nicht immer gewährleistet ­ das ergaben Recherchen vor Ort.1

Die Weltbank fördert das Projekt mit etwa 2 Milliarden Dollar. Das bankinterne Kontrollgremium Inspection Panel, wirft der Weltbank als der weltgrößten Entwicklungsorganisation in einem bisher unveröffentlichtem Gutachten nun Mitverantwortung für diese Menschenrechtsverletzungen vor.2
Denn das Umsiedlungsprogramm sei mit Geldern der Weltbank finanziert worden und wird es trotz der Berichte weiterhin. Im Gutachten werden weitere Projektpartner genannt – unter anderem die deutsche KfW­ Bank.3

Bislang gibt es keine Stellungnahmen.


  1. http://www.hrw.org/de/news/2013/07/22/weltbank­geht­menschenrechtsfragen­aus­demweg, (abgerufen am: 12.02.2015) []
  2. http://www.tagesschau.de/ausland/weltbank­101.html, (abgerufen am: 10.02.15) []
  3. https://www.documentcloud.org/documents/1505022­world­bank­inspection­panel-report.html, (abgerufen am 12.02.2015) []