UBS einigt sich mit Behörden im Manipulationsskandal

Die schweizer Großbank UBS (NYSE:UBS), die weltweit als größter Geldgeber bekannt ist, hat sich nun nach einem Jahr zäher Verhandlungen bezüglich ihres Fehlverhaltens im Edelmetallhandel und der Manipulations- und Kollusionsvorwürfe im Devisenhandel1 mit amerikanischen, britischen und schweizer Behörden auf eine Strafzahlung geeinigt.2 Fünf Banken sind von dem Skandal betroffen. Während den Verhandlungen mit den Behörden wurde eine Summe in Höhe von insgesamt 3,4 Milliarden Dollar ausgehandelt, um den Anschuldigungen der Manipulation am Devisenmarkt entgegenzutreten. Den höchsten Anteil von 799 Millionen Dollar übernimmt die UBS. Citigroup ist mit 668 Millionen Dollar beteiligt, JPMorgan mit 662 Millionen Dollar, RBS zahlt 634 Millionen Dollar und HSBC 618 Millionen Dollar.3 Mit der britischen Aufsichtsbehörde FCA und der amerikanischen CFTC einigte sich UBS auf eine Strafe von insgesamt 661 Millionen Dollar. Die schweizer Behörde Finma verlangt eine Entschädigung in Höhe von 134 Millionen Franken4 sowie die Erfüllung organisatorischer Auflagen. Sie basierte die Höhe der Strafe auf der Einziehung unrechtmäßig erzielter Gewinne, sowie vermiedener Kosten.5
Regulierungsbehörden weltweit untersuchen derzeit 15 Banken inwieweit diese in dem Skandal verwickelt sind.1 Mit einigen haben sich die Behörden offenbar noch nicht einigen können. Die FCA teilte mit, dass ihre Untersuchungen bezüglich Barclays weitergeführt werden. Auch der Deutschen Bank wird die Manipulation von Devisenkursen vorgeworfen.5 Anfang dieses Jahres äußerte sich Martin Wheatley, CEO von FCA, zu dem Fall und sagte, dass der Währungsskandal genauso schlimm sei wie eine Manipulation des Libors, der üblicherweise für die Bewertung von Krediten, Hypotheken und die Rendite von Investments herangezogen wird. Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass eine Bank einer Strafzahlung wegen Manipulation von Edelmetallpreisen nachkommen muss. Im Mai erhielt die britische Bank Barclays eine Strafe in Höhe von $44 Millionen, nachdem öffentlich bekannt wurde, dass ein Option Trader den London Gold Fix manipuliert haben soll.
Die UBS hat damit begonnen interne Sondierungsgespräche über ihren Edelmetall- und Devisenhandel zu führen.1


  1. mining.com (2014): http://www.mining.com/swiss-ubs-faces-fine-over-alleged-precious-metals-trading-wrongdoing-61182/?utm_source=digest-en-au-141109 (accessed 10/11/2014) [] [] []
  2. Focus Money Online (2014): http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/devisen-skandal-ubs-zahlt-hoechste-strafe-und-schliesst-weitere-baustelle_id_4268078.html (accessed 12/11/2014) []
  3. Focus Money Online (2014): http://www.focus.de/finanzen/banken/tricks-der-banken-milliarden-strafen-fuer-fuenf-grossbanken-im-devisen-skandal_id_4267834.html (accessed 12/11/2014) []
  4. Reuters (2014): http://www.reuters.com/article/2014/11/12/us-banks-forex-settlement-cftc-idUSKCN0IW0E520141112 (accessed 12/11/2014) []
  5. Neue Zürcher Zeitung (2014):http://www.nzz.ch/wirtschaft/newsticker/devisenskandal-fuehrt-zu-ersten-strafen—ubs-muss-insgesamt-774-mio-chf-bezahlen-1.18423371 (accessed 12/11/2014) [] []