Grupo Mexico: Wasserverseuchung durch Schäden im Auffangbecken

Am 7. August 2014 sickerten rund 40,000 Kubikmeter Abwasser, welches mit Säure versetztes Kupfersulfat und Schwerminerale enthielt, von einer nordmexikanischen Kupfermine in zwei Flüsse.1 Diese liegen nur etwa 40km von der US-Grenze entfernt. Der Ursprungsort dieses toxischen Lecks war die Buenavista Kupfer Mine in Cananea Sonora, die von der Bergbaugesellschaft Grupo Mexiko betrieben wird.

Unmittelbar nach der Katastrophe prüfte Mexikos Nationale Wasser Kommission genauestens den Anteil der im Wasser enthaltenen Chemikalien.2 Die Kommission stellte fest, dass die sich im Wasser befindliche Konzentration an Arsen und anderen Metallen die zugelassenen Werte überschreiten. Der Wasserzulauf zum Damm musste somit sofort abgestellt werden, was bedeutete, dass mehr als zehntausend Einwohner im Bundesstaat Sonora kein Wasser mehr hatten und Schulen geschlossen werden mussten. Obwohl die Firma Gegenmaßnahmen vornahm, besteht nach Expertenaussagen noch immer ein erhöhtes Krebsrisiko für die dortige Bevölkerung.3Das Leck fügte auch der Umwelt einen erheblichen Schaden zu: Fische und andere Tiere die das Wasser des Flusses tranken starben.4In einem veröffentlichten Schreiben benannte die Bergbaugesellschaft Grupo Mexico den ungewöhnlichen Regen als Grund des Lecks. Wie jedoch später herauskam, war dies nicht der Fall, denn Mexikos Umweltsekretär bestätigte, dass es am Tag des Lecks nicht regnete.5Eine Strafanzeige ist gegen die Bergbaugesellschaft eingereicht worden, da die Behörden glauben, dass das Leck durch Schäden im neu konstruierten Auffangbecken verursacht wurde.3Grupo Mexico droht nun eine Geldstrafe in Höhe von 3 Millionen US-Dollar.5Darüber hinaus berichtet der Latin American Herald Tribune, dass die mexikanische Menschenrechtskommission die Untersuchung der Katastrophe im Hinblick auf Verstöße gegen Menschenrechtsstandards aufgenommen habe.4

Laut Finanzen.net gehören zu den Banken deren Fonds in Grupo Mexico investieren HSBC, Deutsche Bank, Black Rock, Credit Suisse, BNP, ING, UBS wie auch das Versicherungsunternehmen AXA.


  1. Wtop: Mexican mining firm complains about probe of spill. Verfügbar unter: http://www.wtop.com/237/3686398/Mexican-mining-firm-complains-about-probe-of-spill Zuletzt überprüft am 27.08.2014 []
  2. Mining.com: Mexico copper mine spill pollutes water supplies 40 km from U.S. border. Verfügbar unter: http://www.mining.com/mexico-copper-mine-spill-pollutes-water-supplies-40-km-from-u-s-border-62769/ Zuletzt überprüft am 27.08.2014 []
  3. Die Welt: Wasserverseuchung: Mexikos Behörden schließen 80 Schulen. Verfügbar unter: http://www.welt.de/newsticker/news1/article131366853/Wasserverseuchung-Mexikos-Behoerden-schliessen-80-Schulen.html Zuletzt überprüft am 27.08.2014 [] []
  4. Latin American Herald Tribune: Human Rights Commission investigates Acid Spill in Mexican River. Verfügbar unter: http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=2347277&CategoryId=14091 Zuletzt überprüft am 27.08.2014 [] []
  5. Mining.com: Mexican mining company lied on spill: government. Verfügbar unter: http://www.mining.com/mexican-mining-company-lied-on-spill-government-11050/?utm_source=digest-en-latin-america-140821 Zuletzt überprüft am 27.08.2014 [] []
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