Kik: Entschädigungssumme für die Opfer des Fabrikeinsturzes in Bangladesch steigt auf $1 Million

Beim Einsturz der Rana-Plaza Textilfabrik in Bangladesch im vergangenen Jahr starben 1183 Menschen, weitere 2000 wurden verletzt.1 Als Ursache wurde die kapazitätsüberschreitende Benutzung des Gebäudes festgestellt. Wie sich herausstellte, ließ nicht nur Kik seine Textilprodukte billig herstellen, auch Firmen wie Adler, C&A, Benetton und Mango waren Abnehmer der dort unter geringen Löhnen produzierten Artikel. Einen Monat nach dem Unglück beschlossen die westlichen Textilhersteller (siehe Vertragsunterzeichner hier), ein Abkommen über Gebäudesicherheit und Brandschutz abzuschließen. Dies war der erste Schritt, denn es folgte die Gründung des Rana Plaza Trust Fund, der – verwaltet durch die ILO – die Opfer des Einsturzes entschädigen soll. Anstatt der ursprünglich angedachten $500.000 will die Firma Kik nun in ebendiesen Fond die doppelte Summe einzahlen.1 40 Millionen Dollar sollen insgesamt durch die westlichen Firmen eingezahlt werden. C&A und Primark zahlten bereits Summen zwischen $690.000 und $1.000.000 ein.2 Bislang fehlen trotz der zahlreichen Einzahlungen in Höhe von rund 17 Millionen Dollar weitere $23 Millionen, um die insgesamt 3000 betroffenen Arbeiter und ihre Familien zu entschädigen.1

Dieser Vorfall verdeutlicht wieder einmal, unter welchen illegalen und menschenwidrigen Umständen viele der Textilwaren im Ausland produziert werden und wen die Auswirkungen der immer weiter ansteigenden verbilligten Auslagerungsproduktion letztlich treffen.


  1. Taz: Kik legt ein bisschen drauf. Verfügbar unter: http://www.taz.de/!141588/ Zuletzt überprüft am 21.07.2014 [] [] []
  2. Rana Plaza Arrangement: Donors Verfügbar unter: http://www.ranaplaza-arrangement.org/fund/donors Zuletzt überprüft am 21.07.2014 []