Zara Brasil weiterhin der Zwangsarbeit beschuldigt

2011 geriet das Modehaus Zara in die Schlagzeilen, als bei einem Zuliefererbetrieb in Brasilien sklavenähnliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit aufgedeckt wurden. Die Arbeiter hätten unter unhygienischen Bedingungen zu einem geringen Lohn und unter schlechten Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet. Als Betreiber der Fabrik wurde Aha Indústria e Comércio LTDA genannt. Inditex, das spanische Mutterunternehmen von Zara, wies eine Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern von sich und verwies auf den Code of Conduct, den alle Zulieferer zu beachten hätten1.

Das brasilianische Arbeitsministerium kündigte daraufhin an, Zara wegen sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen auf eine „schwarze Liste“ von  Unternehmen zu setzen2. Diese Liste umfasste im Frühjahr 2014 579 Unternehmen, die in Brasilien von Zwangsarbeit profitieren. Allein durch diese Ankündigung verlor die Aktie von Zara an der Börse in Madrid 4%3.

Eine Klage von Zara gegen diesen Vorgang wurde abgewiesen. Ein Berufungsgericht urteilte 2014, dass Aha exklusiv für Zara produziert habe, und dass eine lockere Kontrolle unwahrscheinlich sei, zumal Aha direkt Zara unterstellt gewesen sei4.


  1.  http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2028041/Zara-accused-employing-children-young-14-slave-labour-factories-Brazil.html, http://www.forbes.com/sites/andersonantunes/2011/08/17/zara-accused-of-alleged-slave-labor-in-brazil/ abgerufen am 15.05.2014 []
  2. http://reporterbrasil.org.br/listasuja/resultado.php []
  3.  http://www.theguardian.com/sustainable-business/brazil-dirty-list-names-shames-slave-labour, abgerufen am 15.05.2014 []
  4.  http://agenciabrasil.ebc.com.br/en/geral/noticia/2014-04/court-rejects-zaras-appeal-over-slavery-notification, http://vozpopuli.com/economia-y-finanzas/42000-la-justicia-de-sao-paulo-mantiene-la-accion-contra-zara-por-trabajo-en-condiciones-degradantes, abgerufen am 15.05.2014 []
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