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Río Tinto verklagt Vale wegen Korruption

Die beiden Bergbauunternehmen Río Tinto und Vale stehen sich im Kampf um Schürfrechte für Eisenerz im westafrikanischen Land Guinea gegenüber. Bei Simandou handelt es sich um das größte, noch unerschlossene Eisenerzvorkommen der Welt.

Río Tinto, das seit 1997 Konzessionen für vier Blöcke in Simandou inne hatte, verlor 2008 zwei davon, weil es nicht die vertraglich zugesicherten Investitionen getätigt hätte. Diese beiden Lizenzen wurden dann der Gesellschaft BGV überschrieben, einem Joint Venture zwischen Vale und der israelischen BSG Resources, das wiederum dem israelischen Typhoon Beny Steinmetz gehört.

Diese Übertragung der Lizenzen an BSGR basierte allerdings seinerzeit auf Schmiergeldzahlungen in Höhe von 200 Mio. USD. Der Fall schlug Wellen und löste Untersuchungen aus, die bis in die USA und die Schweiz reichten. Schließlich wurden die beiden Lizenzen auch der BGV wieder entzogen und sollen in Kürze neu ausgeschrieben werden (Stand: Mai 2014).

Vale behauptet, über die Schmiergeldzahlungen der BSGR nicht informiert gewesen zu sein. Dies sieht Río Tinto anders. Der anglo-australische Konzern argumentiert, dass Vale, BSGR und andere sich mit dem Vorhaben zusammengeschlossen hätten, um die Schürfrechte für die zwei Blöcke von Río Tinto zu stehlen. Vale hätte von den Schmiergeldzahlungen wissen müssen und zudem interne Informationen über Simandou an BSGR weitergegeben. Im Mai 2014 reichte Río Tinto in den USA Klage gegen Vale, BSGR, Steinmetz und andere ein. 

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Quellen:

Neue Züricher Zeitung: Río Tinto im Clinch mit Vale. Verfügbar unter:  http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/rio-tinto-im-clinch-mit-vale-1.18294827. Zuletzt überprüft am 19.05.2014.

Globes: Río sues Steinmetz over Guinea mine. Verfügbar unter: http://www.globes.co.il/en/article-rio-tinto-sues-steinmetz-over-guinea-mine-1000935859. Zuletzt überprüft am 19.05.2014.