Einladung zur Pressekonferenz

FACING FINANCE lädt Sie herzlich ein zur Pressekonferenz:

Anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte (10.12.), stellt die NRO-Kampagne FACING FINANCE ihren Bericht DIRTY PROFITS 2 vor.

Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Ausbeutung und Umweltzerstörung gehören offensichtlich immer noch zum Geschäftsmodell global agierender Unternehmen. Der aktuelle Bericht dokumentiert zahlreiche gravierende Fälle von groben Verstößen gegen international etablierte Normen und Standards.

Besonders auffällig hierbei waren Konzerne wie SHELL, GAZPROM, GLENCORE oder auch CHEVRON, Nestlé und ADIDAS. Der DIRTY PROFITS Bericht analysiert 26 kontroverse Unternehmen, die im Jahr 2012 einen Umsatz in Höhe von 1,24 Billionen Euro erzielten und insgesamt einen Nettogewinn in Höhe von über 90 Mrd. Euro verbuchten.

Der Bericht DIRTY PROFITS analysiert zudem, auf welche Art europäische Finanzinstitute in die Geschäfte dieser Unternehmen verstrickt sind. Häufig ermöglichen Banken wie die BNP Paribas, Deutsche Bank oder Credit Suisse mit ihren Finanzierungen die Umsetzung von Projekten, die zu Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen beitragen. Im Untersuchungszeitraum (seit 01/2011) belief sich die Summe der Finanzmittel, die die 19 untersuchten Finanzinstitute den 26 kontroversen Unternehmen zur Verfügung gestellt haben, auf ca. 33 Mrd. Euro. Bankeneigene Richtlinien verhindern dies häufig nicht, da sie zu unverbindlich sind oder nicht angewendet werden. Entsprechende gesetzliche Regelungen existieren nicht.

Datum:  Montag, 09.12.2013
Zeit: 11:00 Uhr
Ort:  Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 4, Schifferbaudamm 40, 10117 Berlin. 

Anwesende Gesprächspartner sind:
-Dr. Barbara Happe, urgewald: Banken –  Selbstregulierung vs Investitions-Realität
-Martina Schwab, FairFin / Belgien: Steuerparadiese vs Armut
-Thomas Küchenmeister, FACING FINANCE: DIRTY PROFITS II – Ergebnisse & Empfehlungen
-Victoria Schneider, freie Journalistin: Bergbau vs Menschenrechte. Ergebnis einer Recherchereise in Sub-Sahara Afrika.
-Tobias Münchmeyer, Greenpeace: GAZPROM – Wer gegen Ölförderung in der Arktis demonstriert, landet schnell hinter Gitter

Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an:

Thomas Küchenmeister, FACING FINANCE, 0175-49 64 082

Dr. Barbara Happe, urgewald e.V., 0172-68 14 474