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Alarmierende Zahlen des Rüstungsexportberichtes 2012

Am Mittwoch, den 20.November beschloss das Bundeskabinett den Rüstungsexportbericht von 2012. Insgesamt wurden in diesem Jahr Exporte in Höhe von 8,87 Mrd. Euro genehmigt. Von 16.380 Anträgen auf Rüstungsexporte wurde lediglich 1% abgelehnt. Der Export von Kleinwaffen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, die Geschäfte hierbei belaufen sich auf 76,15 Mio. Euro. Besonders erschreckend ist auch, dass 55% aller Einzelausfuhrgenehmigungen an sogenannte Drittstaaten gingen, also Staaten, die nicht in der NATO  und auch nicht NATO-gleichgestellt sind.Saudi-Arabien steht auf Platz 1 der Bezieher deutscher Waffen.  Das Land, dessen Menscherchtslage unsicher ist, kaufte für 1,237 Mrd. Euro ein. Ebenso hoch im Kurs stehen Algerien und die Vereinigten Arabischen Emirate als Käufer deutscher Rüstung. Jan van Aken, von DIE LINKE., sagt hierzu: „Die deutschen Waffenexporte sind völlig außer Kontrolle, 2012 wurden mehr Rüstungsexporte
genehmigt als je zuvor. Es gibt kaum noch Grenzen für die deutschen Waffenschmieden.“

Den gesamten Bericht finden Sie hier

Übersicht über Waffenverkäufe deutscher bzw. europäischer Hersteller im Jahr 2011

Rang

Unternehmen

Erlös von Waffenverkäufen in US $ m. im Jahr 2011

Gewinn in US $ m. im Jahr 2011

7

EADS (Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter)

16 390 

1 442

k.A.

MBDA (BAE Systems, UK/EADS, trans-European/Finmeccanica, Italy) 

4170

227

26

Rheinmetall

2980

313

49

ThyssenKrupp

2080

-2479

54

Krauss-Maffei Wegmann

1740

k.A.

60

Diehl

1380

71

Die hier genannten Zahlen sind einer Statistik von SIPRI entnommen. Die komplette Übersicht, die alle Rüstungsexporteure weltweit aufführt, finden Sie hier

Wer profitiert noch vom Waffenexport? Hier finden Sie Informationen zu den Investoren börsennotierter deutscher Rüstungsexporteure:

EADS, Rheinmetall, ThyssenKrupp