Deutsche Bank: Manipulation auf Kosten von Rentnern?

Nach der Enthüllung der Manipulation des Referenzzinses Libor, scheint sich nun ein weiterer Skandal anzubahnen: Der Deutschen Bank (und anderen Banken) wird vorgeworfen, ISDAfix, einen Referenzsatz für Zinsswaps, manipuliert zu haben. Mit dem ISDAfix können Preise für Derivate berechnet und somit der private Handel mit solchen Zinswetten vereinfacht werden. Benutzt wird der Zinssatz etwa von Pensionsfonds, Konzernen oder Anleihefonds, die sich so gegen Verluste absichern oder auf Zinsschwankungen spekulieren. Die Händler der Banken sollen die Mitarbeiter des Brokers ICAP dazu gebracht haben, Zins-Swaps zu kaufen oder zu verkaufen, um den ISDAfix auf ein vorher festgelegtes Niveau zu bringen.

Die amerikanische Commodity Future Trading Commission (CFTC) analysiert abgehörte Telefonate und Emails, die diese Vorwürfe bestätigen sollen. Der entstandene Schaden soll dabei noch größer sein als beim Libor Skandal: Da der ISDAfix von Pensionsfonds verwendet wird, sind Pensionäre die Leidtragenden. Es wird vermutet, dass die aktuell bekannten Manipulationsfälle nur die Spitze des Eisbergs der tatsächlichen Praxis darstellen, wie Banken aus der Manipulation von Referenzzinsätzen auf weltweiten Märken Profit schlagen.

www.aktiencheck.de/exklusiv/Artikel-Deutsche_Bank_Aktie_Schon_wieder_Visier_Ermittler_Prosessrisiken_drohen_ins_Uferlose_steigen-5177467

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/referenzzins-isdafix-neuer-finanzskandal-weitet-sich-aus-12397472.html

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/banken-sollen-erneut-manipuliert-haben-us-aufsicht-prueft-verbotene-tricks-bei-zinsderivaten-auch-die-deutsche-bank-ist-dabei/8593938.html