Kinderarbeiter in tansanischen Goldminen leiden unter lebensbedrohlichen und gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen

Human Rights Watch hat einen Report über Kinderarbeit in tansanischen Goldminen veröffentlicht. Für den Report wurden in 11 verschiedenen Minen Interviews mit mehr als 200 Menschen durchgeführt, darunter befanden sich auch 61 Kinder. Die Arbeitsbedingungen lassen sich nur als katastrophal beschreiben: Eine Arbeitsschicht kann bis zu 24 Stunden dauern und durch instabile Schächte und unsicheres Arbeitsmaterial befinden sich die Kinder in ständiger Lebens- und Verletzungsgefahr. Außerdem werden langfristige gesundheitliche Schäden durch schweres Tragen, Quecksilbervergiftungen und das Einatmen von Staub ausgelöst. Zudem wurde von einigen Mädchen berichtet, die sexueller Belästigung ausgesetzt sind oder sogar zur Prostitution gedrängt werden. Letzteres ist natürlich mit einem hohen Ansteckungsrisiko mit HIV und anderen sexuall übertragbaren Krankheiten verbunden. Human Rights Watch fordert die tansanische Regierung dazu auf, ihre bestehende Kinderarbeitgesetzgebung streng zu implementieren. Außerdem werden Geldgeber und die Weltbank zu aufgerufen, Anreize gegen Kinderarbeit zu schaffen.

Den vollständigen Report von Human Rights Watch finden Sie hier.