Sachverständige lehnen Fracking in Deutschland ab

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) erklärte letzten Freitag, dass die umstrittene Förderung von unterirdisch eingeschlossenem Schiefergas nicht zugelassen werden sollte. Es bestehen noch immer gravierender Wissenslücken über die möglichen Auswirkungen des sogenannten „Fracking“. Bei dieser Methode zur Gewinnung von Schiefergas pumpt man unter hohem Druck einen Cocktail aus Chemikalien und Wasser ins Gestein. Fracking-Kritiker befürchten massive Umweltschäden durch die eingesetzten Chemikalien. Der Sachverständigenrat bezweifelt außerdem den wirtschaftlichen Nutzen der Schiefergasgewinnung. Das Fracking würde nach Meinung der Experten nämlich weder die Energiepreise in Deutschland senken, noch die Versorgungssicherheit verbessern. Das Kabinett hat seine Beratungen über Fracking immer wieder verschoben. Mit einer gesetzlichen Neuregelung der Gasgewinnung kann man in dieser Legislaturperiode nicht mehr rechnen.

In geringerem Umfang als in den USA wird Fracking schon seit einiger Zeit in Deutschland betrieben. Aktuell nutzen RWE Dea, die BASF Tochtergesellschaft Wintershall und ExxonMobil das Verfahren (bisher größtenteils zur Gewinnung von sogenanntem Tight Gas).

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen.

Hier finden Sie den vollständigen Artikel auf n-tv.

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