Allianz überrascht mit Gewinnen – dank umstrittener Projekte

Gestern fand in München die Hauptversammlung der Allianz statt, wo das Unternehmen seine Aktionäre mit überraschend guten Quartalszahlen erfreute. Nach außen gibt sich die Allianz zwar häufig nachhaltig, spekuliert aber andererseits mit Agrarprodukten und unterstützt umstrittene Projekte. Beispielsweise versichert die Allianz in Brasilien das Energieprojekt Belo Monte, bei dem bis zu 40.000 Menschen durch den Bau eines Staudamms ihren Lebensraum verlieren könnten. Auch die geplante Absicherung einer Goldmine in Rumänien kritisieren Gegner, weil die Betreiber der Mine für den Abbau des Goldes Menschen von ihrem Land vertrieben und historische Galerien aus der Antike zerstört haben sollen.

Problematisch sehen Kritiker auch die Nahrungsmittelspekulationen der Allianz. Bereits seit Jahren prangern Hilfsorganisationen an, dass große Investoren Millionengewinne mit dem Hunger in Entwicklungsländern erwirtschaften. Die deutschen Finanzinstitute sollen im vergangenen Jahr rund 116 Millionen Euro Gewinn mit Agrarspekulationen verdient haben, allen voran die Allianz mit über 62 Millionen. Anlass genug für massive Proteste von Gegnern dieser Spekulationen vor dem Tagungsort der Hauptversammlung. So stellte die Organisation Oxfam ihren Bericht „Hungerroulette“ vor, in dem sie mit den Spekulationsgeschäften der deutschen Finanzinstitute im Agrarsektor abrechnet.

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Spiegel Online

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Oxfam Hintergrundpapier „Hungerroulette“

Hintergrundinformationen über die Allianz finden Sie hier.

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