Gebäudeeinsturz in Dhaka – fast 200 Tote in Textilfabriken

Waren die Arbeiterinnen zur Weiterarbeit in dem Gebäude gezwungen worden? Mal wieder geraten die Zulieferer der Textilindustrie in die Schlagzeilen. In einem Gebäude, das am 24. April in einem Industriegebiet in Dhaka (Bangladesh) eingestürzt war, waren neben anderen Betrieben und Läden auch mehrere Textilfabriken untergebracht.

Die Zahl der Opfer, die unter den Trümmern zu Tode kamen, war schon am nächsten Tag auf über 190 gestiegen, während noch viele mehr unter den Trümmern begraben waren. 1.000 Menschen wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Einsturzes arbeiteten 3.000 Menschen in dem Gebäude.

Laut der Polizei waren die meisten Opfer Arbeiterinnen der Textilfabriken. Offensichtlich missachteten die Betreiber der Fabriken Warnungen der Polizei, den Zutritt in das Gebäude weiterhin zu gewähren und die Fertigung einzustellen, nachdem sich schon am Dienstag (23.4.) große Risse in dem Gebäude gebildet hatten und eine Panik ausgebrochen war. Die Betreiber der Textilfabriken entgegneten, sie hätten den Angaben des Hauseigentümers getraut, wonach das Gebäude sicher sei. Arbeiter hingegen sagten, sie seien von den Betreibern zur Weiterarbeit gezwungen worden.

Ermittlungen wurden gegen Eigentümer und die Betreiber der Fabriken eingeleitet.

Die Textilfabriken belieferten Primark, Lowlaw, Mango und Benetton. Ein Sprecher von Benetton bestritt Geschäftsbeziehungen zu den Fabriken.

Quellen:

Reuters

FAZ

NZZ

Anteilseigner der Associated British Foods (Primark) laut Morningstar

Investmentfonds, die in Associated British Foods investiert sind, laut onvista

Anteilseigner der George Weston Ltd. (Lowlaw) laut Morningstar

Investmentfonds, die in George Weston Ltd. investiert sind, laut onvista