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„Waren die tödlichen Schüsse von Lonmin vermeidbar?“

„Waren die tödlichen Schüsse von Lonmin vermeidbar?“, fragt John Capel von der Bench Marks Foundation in Südafrika, einer unabhängigen Nichtregierungsorganisation, die von den Kirchen beauftragt ist, die Aktivitäten multinationaler Konzerne kritisch zu  beobachten.

Nur zwei Tage vor den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Minenarbeitern und Polizeieinheiten bei der Marikana Platin-Mine von Lonmin in Rustenburg (16.8.2012), bei denen an einem Tag 34 Menschen erschossen wurden, veröffentlichte die Bench Marks Foundation ihren sechsten Policy Gap.

In diesem Bericht unterstreicht die Organisation die schweren sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von Bergbauprojekten auf die Bevölkerung. Eines der untersuchten Unternehmen war Lonmin, eine britische Bergbaufirma mit Sitz in London. (GB0031192486).

Der Bericht nennt hohe Sterberaten in den Minen von Lonmin, sehr schlechte Lebensbedingungen für die Minenarbeiter, zu wenige Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten und schädliche Konsquenzen für die örtliche Landwirtschaft.

Besonders pikant ist, dass diese Probleme schon seit Jahren auftreten. Der sechste Policy Gap stellt lediglich eine Aktualisierung von Ergebnissen dar, die schon vor fünf Jahren ermittelt wurden. Nichts habe sich in der Region seither geändert, fasst die Bench Marks Foundation zusammen, und legt nahe, dass die Unzufriedenheit der Bevölkerung von diesen jahrelang ungelösten Konflikten herrühre.

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