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Rio Tinto: Kritische Berichte über Kohletransporte und Umsiedlungen in der Provinz Tete

Umweltschäden und fragwürdige Umsiedlungsmaßnahmen  in Mosambik

Die Riversdale Kohlemine des Bergbaukonzern Rio Tinto gerät aufgrund ihrer sozialen und ökologischen Auswirkungen in der Provinz Tete im Nordwesten Mosambiks zunehmend unter Kritik.

Aus den vorerst 2 Millionen Tonnen Kohle, die über den Fluss Sambesi von der Provinz Tete bis zur Küste verschifft werden sollten, sind nun bis zu 12 Millionen Tonnen geworden. Umweltverträglichkeitsprüfungen wurden nicht ordnungsgemäß durchgeführt und verschiedene Beobachter schätzen sogar, dass eine Verschiffung in solchen Mengen generell nicht möglich sein wird.

Neben den schwer einzuschätzenden Auswirkungen des Kohletransports auf die Umwelt, wurde Rio Tinto auch wegen seines Umgangs mit umgesiedelten Familien kritisiert. Ein Bericht der Nichtregierungsorganisation SARW (Southern Africa Resource Watch) hat auf mehrere Missstände im Zusammenhang mit Umsiedlungen hingewiesen. Dazu zählen unter anderem die Spaltung der Gemeinde durch die Umsiedelung, die noch dazu zu einem Zeitpunkt durchgeführt wurde, als die Grundversorgung durch Wasser und Elektrizität sowie Schulen oder Kliniken noch nicht gewährleistet war, sowie die mangelhafte Aufklärung der Bevölkerung hinsichtlich des Umsiedlungsprogramms.

Als Reaktion auf den Bericht begann Rio Tinto einen Dialog mit den verschiedenen Beteiligten. Daraufhin wurden Regierungsinitiativen mit dem Ziel ins Leben gerufen, lokale Gemeinden über ihre Rechte aufzuklären und in der Überwachung von Bergbaukonzernen zu schulen.

Seit April 2010 hält Rio Tinto die Anteilsmehrheit am Riversdale Mining Unternehmen. Der anglo-australische Konzern mit Sitz in London ist eine der größten Bergbaufirmen der Welt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Bericht von SARW (en)

Osisa.org (en)

Über Trainingsprogramme (en)

Africa Global Village (en)

Steel Guru (en)

Herald Sun (en)