Vale S.A.: Vale an umstrittenem Dammprojekt Belo Monte beteiligt

Umweltbelastung in Brasilien

Der Staudamm Belo Monte im brasilianischen Regenwald ist ein sehr umstrittenes Projekt. Es wird trotzdem von Investoren wie beispielweise Vale unterstützt. Die Firma hat nämlich 1,4 Milliarden US-Dollar in den Bau investiert, um einen Anteil am Staudammbaukonsortium zu haben.

Belo Monte wird der drittgrößte hydroelektrische Staudamm weltweit sein und seine Fertigstellung ist für das Jahr 2015 angesetzt. Da Brasilien zunehmenden Energiebedarf decken muss, hat das Land die Entscheidung getroffen, dieses riesige 15-Millarden-Dollar-Projekt umzusetzen. Im Juni 2011 hat Norte Energia SA die Lizenz von der nationalen Umweltagentur bekommt, die den Beginn der Bauarbeiten erlaubt. Trotzdem wird das Projekt von allen Seiten kritisiert: Umweltschützer, Bürgerrechtsbewegungen indigener Völker, Sozialrechtsaktivisten und Prominente wie Bill Clinton, Sting oder James Cameron. Jedoch konnte all dies nicht den Beginn der Bauarbeiten verhindern. Der Staudamm wird circa 500 Quadratmeter Dschungel überschwemmen. Das Ökosystem des Regenwaldes wird bedroht und 50.000 Eingeborenen werden zur Umsiedlung gezwungen werden.

Staudammgegner haben allerdings mehrmals einen vorläufigen Baustopp erreicht: Einmal im September 2011, als der Richter Carlos Eduardo Martins entschied, das Projekt gefährde den Fischfang der Eingeborenen und ein weiteres Mal letzten August, weil die Ansässigen vor Projektbeginn nicht befragt wurden. Dies ist in Brasilien gesetzwidrig. Jedes Mal jedoch wurde das Projekt nach einem neuen Gerichtsbeschluss fortgeführt.

Die brasilianische Regierung unterstützt aktiv das Projekt und hat sogar beschloßen, ihre Beziehungen mit der Inter-American Commission on Human Rights (IACHR) abzubrechen, nachdem das regionale Organ der IACHR die Regierung darum gebeten hat, den Dammbau zu stoppen. Die Antwort des brasilianischen Außenministeriums war eindeutig: die Empfehlungen der IACHR waren „voreilig und ungerechtfertigt“ und könnten sogar die “Souveränität Brasiliens bedrohen“. Die Situation ist nicht leicht für Brasilien, Gastgeberland der letzten Konferenz der Vereinten Nationen über Nachhaltige Entwicklung. Diese bot besonders Eingeborenen eine gute Gelegenheit, sich Gehör verschaffen.

Vale ist ein brasilianischer multinationaler Konzern, das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt. Hauptsächlich tätig in Südamerika und in Afrika ist Vale auch bekannt für seine Umweltbelastungen und Gesundheitsschäden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Latindispatch (en)
Mercopress
(en)
MSNBC (en)
United Press International
(en)
Bloomberg
(en)
FAZ

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