Vale S.A.: Beginn der Produktion von Palmöl im Amazonas-Regenwald

Photo: Nafise Motlaq / World Bank Bild: © World Bank Photo Collection [CC BY-NC-ND 2.0] - flickr

Umweltgefährdung in Brasilien

Ungefähr 15% der Gesamtkosten von Vale gehen auf Energieausgaben zurück. Laut eines neuen brasilianischen Gesetzes muss Dieselkraftstoff bis 2020 10% Biodiesel enthalten, im Vergleich zu den derzeitigen 5%. Dies hat Vale dazu bewegt, eine neue Strategie der Selbstversorgung in die Wege zu leiten, was seine Energieversorgung betrifft.

Kürzlich hat Vale seine erste Palmölplantage im Amazonas-Regenwald eingeweiht. Sie wird sich über eine Fläche größer als das Stadtgebiet von London (175.000 Hektare) erstrecken und die Produktion könnte bis 2019 ca. 600.000 Tonnen Palmöl erreichen. Das Ziel dieses 500 Millionen-Dollars-Projekts ist die Palmölverarbeitung in Biodieseltreibstoff. Der so produzierte Biotreibstoff soll für Vales Maschinen, Schiffe, Züge und Lastwagen verwendet werden und somit zur Energieunabhängigkeit der Firma beitragen. Außerdem betont das Unternehmen seine Absicht, die Entwicklung der Parà-Region zu unterstützen, wo Vale das Gebiet erworben hat. Das Projekt soll 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen und die lokalen Bauer werden an der Produktion von Palmöl beteiligen. Im Vordergrund steht allerdings der von Vale erhoffte finanzielle Umsatz des Projektes.

 Vale ist ein brasilianischer multinationaler Konzern, das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt. Hauptsächlich tätig in Südamerika und in Afrika ist Vale auch bekannt für seine Umweltbelastungen und Gesundheitsschäden.

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