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Nestlé: Wegen unlauterer Geschäftspraktiken in Zimbabwe unter Druck

Korruption in Zimbabwe

In Zimbabwe wurde der schweizerische Großkonzern Nestlé von der Regierung aufgefordert, sich aus bestimmten Wirtschaftssektoren zurückzuziehen, die nur für lokale Unternehmen und Anteilseigner vorgesehen sind. Das zimbabwische Gesetz sieht vor, dass ein Anteil von 51 Prozent aller Unternehmen, die in einem von 14 spezifischen Sektoren operieren, Zimbabwern zufallen müssen. Zu den 14 Sektoren zählen insbesondere Bereiche des Primärsektors und der Lebensmittelindustrie, an der Nestlé vor allem beteiligt ist. Der Minister für Indigenisierung Zimbabwes, Saviour Kasukuwere, betonte, dass Nestlé sich derzeit auf illegalem Terrain befinde und forderte den Konzern auf, den nationalen Gesetze zu folgen.

Nestlés Geschäftspraktiken in Zimbabwe waren zuletzt von internationalen Medien aufgrund ihrer Nähe zu Zimbabwes Diktator Mugabe gerügt worden, nachdem schweizerische Behörden im Oktober 2010 offiziell ein Geschäft zwischen Nestlé und dem Milchunternehmen von Mugabes Ehefrau für rechtlich unbedenklich befunden hatten.

Die von der Schweiz erklärten Sanktionen gegen das Regime in Zimbabwe waren von einer Tochergesellschaft von Nestlé umgangen worden. Der multinationale Konzern selbst konnte einer rechtlichen Verfolgung entgehen. Aufgrund des internationalen Drucks wurde das Geschäft dennoch später abgebrochen.

Der schweizerische Konzern Nestlé ist der größte Lebensmittelkonzern der Welt und ist in über 80 Ländern aktiv.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

AllAfrica.com (en)

Erklärung von Bern (de)