AngloGold Ashanti, AngloAmerican und andere Minenunternehmen: Arbeiter leiden unter gesundheitlichen Folgen von jahrelanger Arbeit in Minen

Menschenrechtsverletzungen in Lesotho

Die Arbeit in Minen kann langfristige Folgen auf die Gesundheit der Bergarbeitern haben. Oft arbeiten sie jahrelang unter Tage ohne ausreichenden Schutz. Eine wachsende Zahl von Bergarbeitern aus Lesotho berichten nun über gesundheitliche Probleme. Sie inhalierten Kieselerdestaub von goldhaltigen Steinen und erkrankten im nachhinein an Silikose (Quarzstaublunge), einer Krankheit, die Atemnot, permanenten Husten und Brustschmerzen verursacht. Außerdem sind die Erkrankten höchst anfällig für die oft tödlich verlaufende Tuberkulose.

2006 reichte Thembekile Mankayi aus dem verarmten südafrikanischen Ostkap eine Klage gegen AngloGold ein. Er forderte 2,6 Millionen Südafrikanische Rand (319.000 $) als Schadensersatz für Einkommensverlust, Arztrechnungen, Schmerz und Leiden, verursacht durch Silikose und die zusammenhängende Tuberkulose, an der er wahrscheinlich erkrankt war, als er zwischen 1979 und 1995 unter Tage in der Vaal Reefs Mine von AngloGold arbeitete. Der Fall erreichte das Verfassungsgericht, das höchste im Lande. Mankayi starb jedoch im März 2011 noch vor Verhandlungsabschluss. Der Fall wurde nicht abschließend beurteilt.

Über ein Dutzend  ehemalige Bergarbeiter, die in Lesotho befragt wurden, gaben an, nie eine Schutzausstattung, wie z.B. Gesichtsmasken in den Minen bekommen zu haben. „Zum Schutz erhielten wir nur Handschuhe“, so der 55-jährige Tele Nchaka, der 33 Jahre lang für das Unternehmen Gold Fields gearbeitet hat. Zudem berichtet Nchaka, dass er und seine Kollegen „nie über die Gefahren des Staubes aufgeklärt wurden“.

Mehr Informationen:

reuters.com (en)