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Monsantos Geschäft in Indien: Von Saatgut und Selbstmord

Menschenrechtsverletzungen und schleichende Umweltzerstörung in Indien

In Indien kontrolliert Monsanto rund 95 Prozent des gesamten Baumwollsaatgutes. Weltweit werden Saatgutgesetze erlassen, laut denen Saatgut zunächst registriert werden muss, bevor es legal angebaut werden darf. Dies soll einerseits einer Stabilität des Saatgutmarktes und -Bestandes dienen. Andererseits hat es für Kleinbauern aber auch zur Folge, dass sie gezwungen werden, ihr Saatgut bei Großkonzernen zu beziehen und sich dabei hoch zu verschulden.

Die Vormachtstellung Monsantos, der vor allem gentechnisch verändertes Saatgut patentiert, hat weitreichende ökologische und soziale Konsequenzen. Neben einem dramatischen Rückgang der agrarbiologischen Vielfalt aufgrund des beinahe ausschließlich monokulturellen Anbaus geraten Indien und seine Bauern in immer stärkere finanzielle Abhängigkeit von globalen Saatgutkonzernen.

Vandana Shiva, Preisträgerin des Right Livelihood Awards, des sog. Alternativen Nobelpreises 1993, zufolge führt die hohe Verschuldung der Kleinbauern Indiens jedes Jahr zu einer Welle von Selbstmordfällen. Mit über einer Viertelmillion Selbstmordopfer seit 1995 verzeichnet Indien somit die höchsten jemals aufgezeichneten Selbstmordraten der Menschheitsgeschichte. Die Mehrheit der Opfer kommt aus dem Baumwollanbau.

Sie finden den gesamten Artikel Shivas hier (englisches Original).

Weitere Informationen über Monsanto finden Sie, wenn Sie den untenstehenden Links folgen.

IndiaTribune.com (en)

Handelsblatt.com