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Monsanto schuld an chemischer Vergiftung

Gesundheitsrichtlinien in Frankreich verletzt

Wenige Konzerne spalten die öffentliche Meinung so sehr wie der US-amerikanische Saatgutkonzern und Herbizidhersteller Monsanto. Für die einen bietet er durch sein genverändertes (GV) Saatgut die Lösung für die globale Nahrungsmittelkrise. Für andere hat er eher aufgrund vielfacher Überschreitung umweltethischer und gesundheitlicher Standards eine zweifelhafte Bekanntheit erlangt.

Am 14. Februar 2012 befand ein französisches Gericht den Konzern der chemischen Vergiftung des Klägers, Paul François, eines Landwirten aus Charente, sowie der Unterlassung notweniger Warnhinweise auf seinen Herbiziden für schuldig. Der Kläger hatte im Jahr 2004 neurologische Erkrankungen wie Gedächtnisverlust, Kopfschmerzen und Beeinträchtigungen beim Sprechen erlitten, nachdem er Inhaltsstoffe des Monsanto-Herbizids „Lasso“ eingeatmet hat. Nach dem Verfahren wurde dem Landwirt Arbeitsunfähigkeit attestiert. Das Gericht bemängelte, dass wichtige Hinweise auf den schädlichen Inhaltsstoff Chlorbenzol auf der Verpackung des Herbizids gefehlt hatten. Der Konzern will gegen das Urteil in Berufung gehen.

Das Herbizid „Lasso“ ist seit 2007 in Frankreich verboten.

Weitere Informationen finden Sie unter:

topagrar.com

LeFigaro.fr (fr)