Kritik an Wilmar hält an: Amnesty International beklagt Arbeitsrechtsverletzungen und Einschüchterungen

 West Kalimantan 
Boy collecting Fresh Fruit Bunches (FFB) in an oil palm plantation. Sanggau, West Kalimantan. November 2005. | Bild (Ausschnitt): © Wakx [CC BY-NC-SA 2.0] - flickr

Ob Nestlé, Unilever, Procter & Gamble oder Kellog, Palmöl ist in nahezu allen uns geläufigen Markenprodukten enthalten. Dahinter steckt nicht selten ein Name: Wilmar, ein Agrarkonzern und führender Palmölproduzent. Insbesondere in Indonesien ist der Konzern über ein Tochterunternehmen tätig und verantwortet dort Zwangsarbeit, Diskriminierung, Niedriglöhne und Kinderarbeit, wie Amnesty International in einem Bericht aus dem Jahr 2016 offenlegte.   ... →

Beschwerde gegen Wilmar – RSPO gibt indigener Gemeinschaft Recht

 Die letzte Partie Schnittholz aus dem Torfwald im Regierungsbezirk Indragiri Hulu in der indonesischen Provinz Riau. Der Wald wurde für eine Ölpalmen-Plantage abgeholzt. | Bild (Ausschnitt): © Aidenvironment [CC BY-SA 2.0] - Wikimedia

Der Agrarkonzern Wilmar International ist in Indonesien und Malaysia in der Palmölproduktion tätig. Die Rodung von Primärwaldflächen für Palmölplantagen bedroht neben dem einmaligen Ökosystem der Region auch den Lebensraum indigener Gemeinschaften.
2014 reichten Angehörige der ethnischen Gruppe der Kapa eine Beschwerde beim Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) gegen die Wilmar Tochtergesellschaft PT PHP1 ein. Das Unternehmen soll seit 1998 Teile des Gebietes der Gruppe ohne Genehmigung der Bevölkerung gerodet und als Plantagen genutzt haben.    ... →

Musim Mas und Wilmar International verantwortlich für anhaltende Abforstung im Leuser Nationalpark, Indonesien

Ein Bericht der indonesischen NGO Greenomics vom 6. Mai 2015 zeigt die anhaltende Abholzung im indonesischen Leuser Nationalpark, dem einzigen Gebiet, in dem noch bedrohte Tierarten wie die Orang Utans von Sumatra leben. Verantwortlich dafür ist Aloer Timur (Teil der Mopoli Raya Group), ein Zulieferer von Musim Mas und Wilmar International. Die Rodung von Wäldern in dem Naturschutzgebiet Leuser verstößt gegen die Indonesian Palm Oil Pledge (IPOP), die beide Unternehmen unterzeichnet haben.   ... →

Zulieferer von Wilmar International Ltd. entsprechen nicht den Nachhaltigkeitsprinzipien des Agrarkonzerns

Laut einem neuen Bericht der indonesischen NRO Greenomics wendet Wilmar International Ltd.  seine Nachhaltigkeitsgrundsätze derzeit nicht auf Drittanbieter an. Mit der im Dezember 2013 veröffentlichten Richtlinie verpflichtet sich der indonesische Agrarkonzern dazu, die Entwicklung von Palmölplantagen in sensiblen Waldgebieten zu vermeiden. Dabei sollen insbesondere die Erschließung und Brandrodung von Waldflächen mit hohem Kohlenstoffbestand (HCS) und torfhaltigen Böden beendet sowie die Rechte der Landbesitzer und der indigenen Bevölkerung respektiert werden.   ... →

Tagebuch der Zerstörung: FOEE enthüllt illegale Palmölaktivitäten in Indonesien

Die Organisation Friends of the Earth Europe (FOEE) gab kürzlich in einer Presseerklärung die Veröffentlichung des Informationsblattes „Bumitamas Tagebuch der Zerstörung“ bekannt. Die Broschüre stellt die zerstörerischen und illegalen Praktiken des indonesischen Palmölproduzenten Bumitama Agri Ltd. in Indonesien dar. In zeitlicher Abfolge werden dort die einzelnen Umweltvergehen beschrieben. So betreibt der Konzern seine Palmölaktivitäten in Gebieten, die mit dem Attribut „High Conservation Value, HCV“ verbunden werden, also als ökologisch sehr wertvoll gelten.   ... →

Greenpeace-Bericht zu schmutzigem Palmöl-Geschäft von Procter & Gamble

Laut Greenpeace soll das Unternehmen Procter & Gamble für die Abholzung großer Gebiete des indonesischen Regenwaldes und die damit verbundene Gefährdung seltener Tierarten verantwortlich sein. P & C ist laut Greenpeace Bericht mit jährlich 460 000 Tonnen einer der größten Abnehmer von Palmöl. Obwohl das Unternehmen Mitglied des „Roundtable On Sustainable Palmoil“ ist und sich damit zur Nachhaltigkeit verpflichtet, sollen weniger als 10 % des Palmöls aus nachhaltigen Quellen stammen.   ... →